Um den Leuten Geld für eine gute Sache aus der Tasche zu ziehen, muss man sich in Krisenzeiten etwas einfallen lassen. Die Organisatoren der Abschlussgala der Hilfsaktion "Projekt Direkt Uganda" (www.projekt-direkt-uganda.de) konnten sich auf die Qualitäten von TV-Rentner Alfred Biolek und Linkspartei-Politiker Gregor Gysi verlassen. Biolek verkostete am Donnerstagabend vor den Augen der Gäste in der Peugeot Avenue Unter den Linden Weinsorten und versah sie mit seinem mehr oder weniger begeistert vorgetragenen Bio-Prädikat ("Mmmmmh!"). Man könnte diesen Teil des Abends "Trinken für Afrika" nennen.Dass Biolek sich für die Initiative des Unternehmers Hartmut Frensel einsetzte, hatte damit zu tun, dass Frensel alle Einnahmen von Gala und vorherigem Spendenmarathon (insgesamt 50 000 Euro) an die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung überweisen will. Die unterstützt Biolek seit Jahren in ihrer Arbeit für Aids- und Familienplanungsberatung. Die Gäste erinnerte er daran: "In Afrika stellen Firmen auf eine frei gewordene Stelle inzwischen zwei Arbeiter ein, weil sie davon ausgehen müssen, dass einer von ihnen bald an Aids sterben wird."Der Politiker Gregor Gysi unterstützte die Versteigerung eines Buchs mit handsignierten Rezepten von ihm und Berufskollegen wie Angela Merkel. Um den Preis in die Höhe zu treiben, schürte er ein wenig Panik: "Das Geld wird sowieso abgewertet. Geben sie es besser heute aus!" Das brachte 1 500 Euro. Eine kleine Sprechrolle in der RTL-Actionserie "Alarm für Cobra 11", deren Hauptdarsteller Erdogan Atalay den Gutschein dafür überreichte, kam auf 2 100 Euro.------------------------------Foto: "Mmmmmh!" Alfred Biolek kostet Wein und macht daraus eine Show.
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