Ekel-Video

Trinkhalm abgeleckt und zurückgelegt: Student aus Europa in Singapur angeklagt

Ein 18-Jähriger soll in einem Einkaufszentrum einen Trinkhalm aus einem Automaten abgeleckt und zurückgelegt haben. Der Fall sorgt in Singapur für Aufsehen – auch wegen möglicher Haftstrafen.

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Trinkhalme in einem Spender: In Singapur tauschte ein Unternehmen nach einem Vorfall vorsorglich alle 500 Stück aus.

Trinkhalme in einem Spender: In Singapur tauschte ein Unternehmen nach einem Vorfall vorsorglich alle 500 Stück aus.

© Jakub Porzycki/imago

Ein französischer Student muss sich in Singapur vor Gericht verantworten, nachdem ein Video aus einem Einkaufszentrum im Internet verbreitet wurde. Der 18-Jährige soll einen Trinkhalm aus einem Saftautomaten entnommen, daran geleckt und ihn anschließend wieder in den Spender gesteckt haben.

Wie der Sender Channel NewsAsia berichtet, wurde der Student wegen „Sachbeschädigung“ und „öffentlicher Belästigung“ angeklagt. Das Video soll er selbst über die Plattform Instagram veröffentlicht haben. Später wurde es von anderen Nutzern weiterverbreitet.

Der Vorfall ereignete sich dem Bericht zufolge am 12. März in einem Einkaufszentrum. In dem inzwischen gelöschten Clip habe der Student den Kommentar „city is not safe“ hinzugefügt.

Nach Ekel-Video: Firma tauscht 500 Trinkhalme aus

Das Unternehmen iJooz, das die betroffene Maschine betreibt, teilte laut Channel NewsAsia mit, man habe Anzeige erstattet. Zudem seien sämtliche 500 Trinkhalme im Spender ausgetauscht worden. Das Unternehmen habe außerdem zusätzliche Reinigungs- und Kontrollmaßnahmen eingeleitet.

Der Student besucht nach Angaben des Senders den Singapur-Campus der ESSEC Business School. Ein Sprecher der Hochschule erklärte demnach, man kenne den Fall und habe interne Untersuchungen begonnen. Die Anwälte des Beschuldigten erklärten laut Channel NewsAsia, die Eltern des Studenten seien nach Singapur gereist. Ein Vertreter der Hochschule soll für die Kaution bürgen.

Sollte der 18-Jährige in beiden Anklagepunkten schuldig gesprochen werden, drohen ihm nach Angaben der Behörden mehr als zwei Jahre Haft sowie Geldstrafen in Höhe von mehreren Tausend Singapur-Dollar. Die nächste Anhörung ist für den 22. Mai angesetzt.

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