Pandemie-Bekämpfung

Trotz Datenschutzproblemen: Berlin will an Luca-App festhalten

Der Chaos Computer Club moniert eine „nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen“. Aber alle Gesundheitsämter sollen mit dem Luca-System vernetzt werden.

Team News dpa/BLZ
1 Min
QR-Code der Luca-App: Der Senat verlässt sich auf Nachbesserungen der Hersteller.

QR-Code der Luca-App: Der Senat verlässt sich auf Nachbesserungen der Hersteller.

© Foto: Imago/Michael Weber

Der Sprecher der europäischen Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC), Linus Neumann, hat am Mittwoch auf eine „nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen“ bei dem Luca-System hingewiesen. Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern aufmerksam gemacht, die für Menschen ohne Smartphone gedacht sind. „Wer den QR-Code (eines Schlüsselanhängers) scannt, kann nicht nur künftig unter Ihrem Namen einchecken, sondern auch einsehen, wo Sie bisher so waren“, kritisierte Neumann.

Der Entwickler der App, das Berliner Start-up neXenio, räumte ein, „dass Dritte, die unbefugt im Besitz des QR-Codes auf dem Schlüsselanhänger waren, die jeweilige Kontakthistorie abrufen konnten“. Aber: „Wir haben diese Möglichkeit sofort nach der erfolgten Meldung deaktiviert und bedanken uns für die Mitteilung. Es konnten zu keinem Zeitpunkt hinterlegte Kontaktdaten wie Adresse oder Telefonnummer abgerufen werden.“

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