Trotz Veranstalterpleite soll wieder getanzt werden

Ein bisschen Love Parade zu verkaufen

Brenda Strohmaier
2 Min

So können Jugendbewegungen austrudeln: Wie gestern bekannt wurde, ist der Veranstalter der Love Parade, die Planetcom, pleite. Bereits im September beantragte die Firma Insolvenz, am 29. November wurde das Verfahren "mangels Masse" eingestellt. Heißt: Es gab kein Vermögen, mit dem man die Gläubiger hätte auszahlen können. Genaueres über die Ursachen der Pleite war nicht zu erfahren, Firmenchef Ralf Regitz liegt im Krankenhaus. Sicher ist: Mindestens eine Rechnung aus alten Parade-Zeiten hat er nicht bezahlt: Die Planetcom schuldet der BSR 10 000 Euro.Nachdem die Parade zwei Mal mangels Sponsoren ausfiel, wirkt die Veranstalter-Insolvenz wie das endgültige Aus für die Party. Die Love Parade GmbH, die die Markenrechte für das Event besitzt, sieht das anders. "Wir bemühen uns, eine langfristige Perspektive zu finden", sagt Geschäftsführerin Angelika Strittmatter. Investoren sollen gar die Möglichkeit haben, bei der GmbH einzusteigen: "Die Gesellschafter können sich vorstellen, ein Teil ihrer Anteile zu veräußern."Fraglich ist allerdings, ob mögliche Investoren den angestammten Termin (zweiter Sonnabend im Juli) und den angestammte Ort (Straße des 17. Juni) mitkaufen können. Schließlich hat es genau darüber einen Vertrag zwischen Planetcom und Senat gegeben. "Wir gehen davon aus, dass der jetzt obsolet ist", heißt es beim Senat. (bms.)

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