95000 Aufnahmen in Prüfung

Trump, Clinton und Bill Gates: Demokraten veröffentlichen weitere Epstein-Fotos

Die US-Demokraten haben weitere 19 Fotos aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein veröffentlicht. Neben US-Präsident Donald Trump ist auch Bill Gates zu sehen.

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US-Präsident Donald Trump und Jeffrey Epstein

US-Präsident Donald Trump und Jeffrey Epstein

© House Oversight Democrats/AFP

Abgeordnete der Demokraten in den USA haben weitere Fotos aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein veröffentlicht. Insgesamt weitere 19 Aufnahmen sind nun öffentlich verfügbar. Die demokratischen Mitglieder des Aufsichtsausschusses, die die Bilder teilten, gaben an, derzeit 95.000 Fotos aus dem Nachlass Epsteins zu prüfen. In den kommenden Tagen und Wochen sollen weitere Bilder veröffentlicht werden.

Auf den Bildern sind unter anderem US-Präsident Donald Trump, der ehemalige Präsident Bill Clinton sowie Microsoft-Gründer Bill Gates zu sehen. Auch Filmregisseur Woody Allen und Trumps früherer Berater Steve Bannon sind abgelichtet. Ebenfalls zu sehen ist der britische Ex-Prinz Andrew, dem sein Bruder König Charles III. wegen seiner Verbindungen zu Epstein Ende Oktober sämtliche royale Titel und Ehren entzogen hatte.

„Es ist an der Zeit, diese Vertuschungsaktion des Weißen Hauses zu beenden und den Überlebenden von Jeffrey Epstein und seinen mächtigen Freunden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“, hieß es in der Mitteilung der Demokraten. Abgeordnetenhaus und Senat der USA hatten im November das Epstein-Akten-Transparenzgesetz (Efta) beschlossen. Demnach soll das US-Justizministerium bis zum 19. Dezember „alle nicht als geheim eingestuften Aufzeichnungen, Dokumente, Mitteilungen und Ermittlungsmaterialien“ in dem Fall veröffentlichen. Ausgenommen sind Akten zu laufenden Ermittlungen oder solche, die die nationale Sicherheit beeinträchtigen.

Weißes Haus wirf Demokraten Konstruktion „falscher Erzählung“ vor

Trump ist auf einem Schwarzweiß-Bild neben sechs Frauen oder Mädchen zu sehen, die Hawaii-Ketten zu tragen scheinen. Die Gesichter der Frauen sind mit schwarzen Balken unkenntlich gemacht. Trump scheint seine Hand um die Taille einer jungen Frau gelegt zu haben.

Ein weiteres Bild zeigt Trump an der Seite Epsteins mit einer lachenden blonden Frau. Ein drittes Foto zeigt eine Schale mit mehreren „Trump-Kondomen“. Auf der roten Verpackung ist ein Bild des heutigen Präsidenten zu sehen mit der Aufschrift „I'm huuuuge“ (dt.: „Ich bin riesig“). Wo und wann die Bilder aufgenommen wurden, teilten die Demokraten bei der Veröffentlichung nicht mit.

„Trump Kondome“ mit der Aufschrift „I

„Trump Kondome“ mit der Aufschrift „I'm huuuuge!“ (dt.: „Ich bin riesig!“)

© House Oversight Democrats/AFP

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Ein weiteres Foto zeigt Clinton mit Epstein und seiner Komplizin Ghislaine Maxwell, die eine 20-jährige Haftstrafe unter anderem wegen sexueller Ausbeutung Minderjähriger verbüßt. Clinton hat das Bild offenbar mit seiner Unterschrift versehen.

„Diese beunruhigenden Fotos werfen noch mehr Fragen über Epstein und seine Beziehungen zu einigen der mächtigsten Männer der Welt auf. Wir werden nicht ruhen, bis das amerikanische Volk die Wahrheit erfährt. Das Justizministerium muss alle Akten veröffentlichen, JETZT.“

Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew

Microsoft-Gründer Bill Gates und der ehemalige britische Prinz Andrew

© House Oversight Democrats/AFP

Das Weiße Haus warfen den Demokraten vor, „handverlesene Fotos mit willkürlichen Schwärzungen“ veröffentlicht zu haben, „um eine falsche Erzählung zu konstruieren“. Dabei hätten hochrangige Demokraten Epstein um Geld und Treffen gebeten, nachdem er bereits juristisch belangt worden war.

Epstein war vorgeworfen worden, zahlreiche Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Er wurde 2019 erhängt in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden.

Trump ist in der Affäre unter Druck geraten, weil er engere Beziehungen zu  Epstein bestreitet und seine Regierung nicht wie angekündigt Transparenz in dem Fall geschaffen hat. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden.

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