US-Präsident Donald Trump hat eine Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte vor einem Friedensabkommen mit Teheran ausgeschlossen. In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des US-Senders NBC News in der Sendung „Meet the Press“ sagte Trump auf die Frage nach einer möglichen Aufhebung von Sanktionen oder Freigabe von Geldern, dies komme erst danach. Wenn der Iran sich gut verhalte und einen guten Job mache, könne man anfangen zu reden, sagte Trump dem Sender.
Damit reagierte der US-Präsident auf eine Forderung aus Teheran. Mohsen Resai, Militärberater des obersten iranischen Führers Ayatollah Modschtaba Chamenei, hatte zuvor dem US-Sender CNN gesagt, eine Einigung zur dauerhaften Beendigung des Krieges hänge von der Freigabe iranischer Vermögenswerte in Höhe von 24 Milliarden US-Dollar ab. Die Verhandlungen steckten in einer Sackgasse, und Trump müsse diese auflösen, sagte Resai CNN. Der Ball liege bei Trump.
Trump sieht Einigung in Reichweite
Beide Seiten seien einer Einigung sehr nahe, sagte Trump in dem Interview, das am Freitag in Wisconsin aufgezeichnet wurde. Andernfalls werde er den Iran militärisch hart treffen, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Teheran habe bereits zugestanden, keine Atomwaffen zu entwickeln. Er bestehe jedoch zusätzlich darauf, dass der Iran solche Waffen auch nicht kaufen, erwerben oder anschaffen dürfe, sagte Trump NBC News.
Trump zeigte sich zudem offen für direkte Gespräche mit dem neuen iranischen Führer Modschtaba Chamenei, der seit Beginn des Krieges nicht öffentlich aufgetreten ist. Auf die Frage, ob er dessen Aufenthaltsort kenne, sagte Trump bei NBC News, er wolle nicht sagen, ob er es wisse – es sei aber sehr wahrscheinlich, dass er es wisse.
Drohung mit erneuten Militärschlägen
Sollte kein Abkommen zustande kommen, kündigte Trump erneute Militärschläge an. Entweder werde ziemlich schnell etwas erreicht, oder die Sache werde militärisch zu Ende gebracht, sagte er kürzlich laut dem US-Portal The Hill. Die rund 50.000 in der Region stationierten US-Soldaten sollten bis zu einer Einigung vor Ort bleiben, sagte Trump weiter im NBC-Interview.
Resai warnte seinerseits, der Iran werde den Krieg bei einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen über den Persischen Golf hinaus auf den Indischen Ozean, die Meerenge Bab al-Mandab, das Rote Meer und das Mittelmeer ausweiten. Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran am 28. Februar mit Luftangriffen begonnen. Seit dem 8. April gilt eine brüchige Feuerpause.
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