US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag baldige Angriffe auf mutmaßliche Drogenschmuggler angekündigt, die in Lateinamerika zu Land unterwegs sind. „Wir werden diese Schläge auch an Land durchführen“, sagte Trump während einer Kabinettssitzung auf die Frage nach den bisherigen Angriffen zur See. „Wissen Sie, an Land ist es viel einfacher … und wir kennen die Routen, die sie nehmen. Wir wissen alles über sie. Wir wissen, wo sie leben. Wir wissen, wo die Bösen leben. Und damit werden wir sehr bald beginnen.“
Wie der US-Nachrichtensender CBS News berichtet, drohte Trump zugleich Kolumbien, dass es künftig ebenfalls mit Angriffen rechnen müsse, wenn der Drogenschmuggel aus dem Land in die Vereinigten Staaten nicht begrenzt würde. Jedes Land, in dem illegale Drogen produziert oder gehandelt werden, „könne angegriffen werden“, so Trump.
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Er nannte besonders das Nachbarland Kolumbien, dem die USA ebenfalls vorwerfen, den Drogenhandel nicht ausreichend unter Kontrolle zu haben. „Ich höre, dass das Land Kolumbien Kokain herstellt, dass sie Kokainfabriken haben und uns dann ihr Kokain verkaufen“, sagte Trump.
Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro konterte Trump in einem Beitrag auf X und erklärte, dass das südamerikanische Land alle 40 Minuten ein Drogenlabor zerstöre – „ohne Raketen“. Petro, der von der Trump-Regierung persönlich sanktioniert wurde, lud Trump ein, sich an der Anti-Drogen-Offensive des Landes zu beteiligen – allerdings mit einer Warnung. „Bedrohe nicht unsere Souveränität, sonst weckst du den Jaguar“, sagte Petro. „Unsere Souveränität anzugreifen bedeutet Krieg zu erklären.“
Der US-Präsident deutet seit Monaten an, dass er die Angriffe seiner Regierung gegen mutmaßliche Drogenschmuggler auf das Festland ausweiten könnte. Im Oktober sagte er gegenüber Reportern etwa, er sei „vollständig bereit“, Angriffe an Land durchzuführen. Die Trump-Regierung wirft dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bereits seit Wochen vor, mit Drogenkartellen zusammenzuarbeiten – Maduro bestreitet das.
Unterdessen hat das US-Militär seine Präsenz in der Karibik verstärkt, indem der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford in die Region entsandt und F-35-Kampfjets nach Puerto Rico geschickt wurden. Am Wochenende erklärte Trump zudem, der Luftraum über Venezuela solle als gesperrt betrachtet werden.
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