Die USA und der Iran wollen ihre Gespräche nach Angaben von US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Katars Hauptstadt Doha fortsetzen. „Der Iran hat um ein Treffen gebeten. Es findet morgen in Doha statt“, schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. Aus Teheran wurde die Ankündigung jedoch nicht bestätigt.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zudem, Berichte über technische Gespräche der Arbeitsgruppen in Doha seien „nicht bestätigt“. Konsultationen mit Katar liefen wie gewohnt weiter.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, teilte dem Sender Fox News derweil mit, Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner würden zu hochrangigen Treffen nach Doha reisen.
Peseschkian spricht von Freigabe eingefrorener Gelder
Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte laut Irna seinerseits, Katar werde sechs Milliarden US-Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten freigeben. „Auf Grundlage der getroffenen Pläne werden sechs Milliarden Dollar der insgesamt zwölf Milliarden Dollar iranischer Mittel in Katar freigegeben und in das Land zurückgeführt“, sagte Peseschkian demnach. Er sprach von einem „großen Sieg für das iranische Volk“.
Eine Bestätigung aus Doha liegt jedoch nicht vor. Katar, das neben Pakistan zwischen Washington und Teheran vermittelt, äußerte sich nach Angaben der Nachrichtenagentur AP nicht zu einer möglichen Überweisung. Auch US-Vertreter erklärten laut AP, bislang seien keine eingefrorenen iranischen Gelder freigegeben worden.
Angriffe am Wochenende belasten Verhandlungen
Hintergrund der Gespräche ist ein zwischen Washington und Teheran am 17. Juni geschlossenes Rahmenabkommen, das die Einstellung der Kampfhandlungen nach dreieinhalb Monaten Krieg vorsieht. Binnen 60 Tagen soll eine endgültige Vereinbarung folgen.
Am Wochenende hatten beide Seiten erneut Angriffe ausgetauscht. Das US-Militär griff laut dem Regionalkommando Centcom iranische Ziele an, nachdem eine iranische Drohne einen Öltanker in der Straße von Hormus getroffen habe. Der Iran beschoss daraufhin Ziele in Bahrain und Kuwait. Am Samstag wurde nach Angaben von AP der unter panamaischer Flagge fahrende Tanker „Kiku“ mit katarischem Rohöl an Bord beschossen.
Trump warf dem Iran auf Truth Social einen Bruch der Waffenruhe vor und drohte mit einer Wiederaufnahme der Militäreinsätze. Ein US-Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, beide Seiten würden sich „vorerst zurückhalten“.
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