USA

„Gebt uns doch ein paar aus Dänemark“: Trump teilt bei Rede über Wirtschaft gegen Migranten aus

In einer Rede zum Stand der US-amerikanischen Wirtschaft schießt Trump gegen Migranten aus „Höllenlöchern“ als Ursache der Probleme. Besonders scharf kritisiert er erneut Somalia.

3 Min
US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Andrew Caballero-Reynolds(AFP

US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede über die Wirtschaft bei einer Rally in Pennsylvania erneut scharf gegen Migrantinnen und Migranten aus bestimmten Ländern ausgeteilt. Trump griff dabei am Dienstag eine alte Wahlkampfbotschaft wieder auf und versprach, dass das Zurückschicken von Einwanderern „mehr Jobs, bessere Löhne und höhere Einkommen für amerikanische Bürger“ bedeuten würden, wie unter anderem die New York Times berichtet.

Trump erklärte in seiner Rede, die Wirtschaft wachse wieder, Inflation und Energiepreise seien gesunken, und Amerika sei weltweit wieder respektiert. Der amtierende Präsident kritisierte seinen Vorgänger Joe Biden und die Demokraten dabei massiv – sie hätten die Inflation verursacht, Arbeitsplätze ins Ausland verlagert und die Grenzen geöffnet. Trump lobte dagegen seine eigene Politik als Schutz für amerikanische Arbeiter und als Basis niedriger Preise, höherer Löhne und starker Märkte.

Trump über Migranten: „Gebt uns doch ein paar aus Dänemark“

Beim Thema Migration behauptete Trump weiter, seine Regierung habe die Grenze vollständig geschlossen und illegale Einwanderung auf null gebracht. Besonders scharf teilt Trump gegen bestimmte Länder aus. „Ich habe eine dauerhafte Pause für Migration aus der Dritten Welt verkündet – darunter aus Höllenlöchern wie Afghanistan, Haiti, Somalia und vielen anderen Ländern.“

Abfällige Bemerkungen machte er auch erneut über die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar, die ursprünglich aus Somalia stammt. „Sie kommt aus einem Land, das – ich meine – als eines der schlimmsten Länder der Welt gilt, oder? Sie haben kein Militär. Sie haben gar nichts. Sie haben kein Parlament. Sie wissen nicht einmal, was zum Teufel das Wort Parlament bedeutet. Sie haben nichts. Schmeißt sie zum Teufel raus. Sie tut nichts anderes, als sich zu beschweren.“, so Trump mit Blick auf Omar. Weiter sagte er über Somalia: „Das Einzige, worin sie gut sind, ist, Schiffe anzugreifen.“

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Mehr Einwanderer wünschte sich Trump hingegen aus Skandinavien. „Warum nehmen wir eigentlich nur Menschen aus Drecksloch‑Ländern auf, hm? Warum können wir nicht ein paar Leute aus Norwegen oder Schweden bekommen? Gebt uns doch ein paar aus Dänemark – hättet ihr was dagegen, uns ein paar nette Leute zu schicken?“, so Trump in seiner Rede am Dienstag.

Trump kritisiert Ilhan Omar bereits seit 2019

Ilhan Omar, eine prominente Vertreterin des progressiven Flügels der Demokraten, kritisierte wiederholt Trumps Einwanderungs- und Außenpolitik als rassistisch und fremdenfeindlich, während Trump sie in Reden und über Social Media persönlich attackierte, unter anderem wegen ihrer somalischen Herkunft und muslimischen Religion. Schon 2019 forderte er Omar und andere Kongressabgeordnete in Tweets auf, „zurück in die Länder zu gehen, aus denen sie kamen“, obwohl Omar in den USA geboren ist. In der Folgezeit verschärfte Trump seine abfälligen Kommentare über Omar bei Wahlkampfauftritten und öffentlichen Reden.

In einem aktuellen Fall werden Dutzende somalische Personen in ihrem Heimatbundesstaat Minnesota beschuldigt, in den vergangenen fünf Jahren Millionen an staatlichen Geldern gestohlen zu haben. Omar selbst ist jedoch nicht in die Anschuldigungen verwickelt.

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