US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Aussage ein Vermittlungsangebot des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Krieg zwischen Israel und dem Iran abgelehnt. Putin habe ihn angerufen und angeboten, bei der Lösung des Konflikts zu helfen, sagte Trump am Dienstag an Bord der Air Force One vor Journalisten auf seinem Weg zum Nato-Gipfel in Den Haag.
„Wie Sie wissen, rief mich Wladimir an. Er fragte, ‚Kann ich dir mit dem Iran helfen?‘ Ich sagte, ‚Nein, ich brauche keine Hilfe mit dem Iran. Ich brauche Hilfe mit dir‘“, sagte der US-Präsident demnach. Weiter erklärte er, er hoffe, dass im Ukrainekrieg ein Abkommen mit Russland zustande komme.
Trump lehnte Vermittlungsangebot Putins bereits zuvor ab
Trump bestätigte weiterhin, dass er am Rande des Nato-Gipfels, der am 24. und 25. Juni stattfindet, voraussichtlich mit dem ukrainischen Präsidenten Woldymyr Selenskyj zusammentreffen werde. „Ja, ich werde ihn wahrscheinlich treffen“, sagte er.
Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der US-Präsident kritisch über ein Angebot Putins geäußert, im Krieg zwischen Israel und dem Iran zu vermitteln. Gegenüber Reportern am Weißen Haus erklärte Trump: „Er bot tatsächlich seine Vermittlung an. Ich sagte: ‚Tu mir einen Gefallen und schlichte erstmal in deinem eigenen Land. Lass uns zuerst mit Russland vermitteln, okay?‘“ Zunächst war unklar, ob sich Trump mit seiner Aussage an Bord des Regierungsfliegers auf das gleiche Telefonat bezog.
Noch kurz zuvor hatte Trump selbst die Möglichkeit ins Spiel gebracht, Putin in einer Vermittlerrolle im Nahen Osten einzusetzen. „Ich wäre offen dafür“, sagte er Mitte Juni in einem Interview mit dem US-Sender ABC. Putin selbst bestätigte laut einer Mitteilung der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, dass Russland bereit sei, „als Vermittler bei der Förderung des Dialogs zwischen den Konfliktparteien zu helfen“.
Am Dienstag war nach zwölf Tagen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran in Kraft getreten. Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und bombardierte tagelang insbesondere Atomanlagen und militärische Einrichtungen in dem Land. Der Iran attackierte Israel daraufhin im Gegenzug mit Raketen und Drohnen.
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