Ukrainekrieg

Trump über Ukraine-Gespräche mit Russland: Zeit zu handeln oder den Mund zu halten

Zwei Tage nach dem jüngsten Treffen seines Sondergesandten mit Wladimir Putin in Russland zeigt sich Donald Trump zurückhaltend, was mögliche Fortschritte angeht.

Katerina Alexandridi
3 Min
US-Präsident Donald Trump spricht zu den Reportern an Bord der Air Force One auf dem Weg nach Miami.

US-Präsident Donald Trump spricht zu den Reportern an Bord der Air Force One auf dem Weg nach Miami.

© Pool via AP

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die Gespräche zur Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine zwar gut verlaufen, aber „es gibt einen Punkt, an dem man entweder handeln oder den Mund halten muss“.

Trump äußerte sich am Samstagabend (Ortszeit) an Bord der Air Force One gegenüber Reportern, einen Tag nachdem sein Sondergesandter Steve Witkoff zu einem dritten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Russland gereist war. Obwohl der russische Unterhändler Kirill Dmitrjiew das Treffen als „produktiv“ bezeichnete, hatte sich der US-Präsident kurz nach dem Abschluss der Gespräche zwischen Putin und Witkoff erneut frustriert über Moskau gezeigt.

„Russland muss sich bewegen“, hatte Trump in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social geschrieben. „Zu viele Menschen sterben, Tausende pro Woche, in einem schrecklichen und sinnlosen Krieg“, fügte er hinzu und behauptete erneut, dass Russland nicht in die Ukraine einmarschiert wäre, wenn er der US-Präsident zum Zeitpunkt des Überfalls wäre.

Witkoff hatte sich in den vergangenen Monaten bereits zwei Mal mit Putin in Russland getroffen, unter anderem, um mit ihm über einen US-Vorschlag für eine Waffenruhe in der Ukraine zu sprechen. Nach diesen Treffen sorgte er für Aufsehen und viel Kritik, als er den Kremlchef als „großartigen Anführer“ und „keinen schlechten Menschen“ bezeichnete.

Angesichts mangelnder Fortschritte zeigte Trump sich zuletzt jedoch sowohl über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als auch über Kremlchef Putin verärgert. Putin hatte einem Vorschlag für eine bedingungslose Waffenruhe in der Ukraine eine Absage erteilt.

Kleine Fortschritte in den US-russischen Beziehungen wurden jedoch in anderen Bereichen erzielt: Am Donnerstag kam es zwischen beiden Ländern zu einem Gefangenenaustausch, bei dem die in Russland inhaftierte US-russische Ballerina Xenia Karelina im Gegenzug zu dem Deutsch-Russen Arthur Petrow freikam.

Kremlsprecher über US-Russland-Gespräche: „Alles läuft sehr gut“

Zudem hat am Sonntag Putins Sprecher die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten und dem US-Sondergesandten als weiteren Schritt auf dem Weg zu einem Treffen zwischen Putin und Trump. „Dieses Treffen wird stattfinden“, sagte Dmitri Peskow im Staatssender Rossija 1. „Es wird zur gegebenen Zeit passieren. Wir müssen uns darauf vorbereiten“, fügte er hinzu.

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Peskow bezeichnete die Gespräche zur Annäherung zwischen Moskau und Washington trotz der zahlreichen offenen Fragen als positiv. „Eigentlich läuft alles sehr gut“, so der Kremlsprecher.

Trotz der laufenden Gespräche sind bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Sumy am Sonntagmorgen zahlreiche Menschen getötet worden. Es gebe mindestens 21 Todesopfer, erklärten die ukrainischen Rettungskräfte am Sonntag. Laut dem Innenministerium wurden zudem mehr als 80 Menschen verletzt.

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