Simbabwe ist ein mittelgroßes afrikanisches Land ohne Zugang zum Meer, mit einer korrupten und autoritären Regierung, die hierzulande fast keine Schlagzeilen macht. Außer im Februar dieses Jahres, da stellte sie sich spektakulär gegen US-Präsident Donald Trump und lehnte es ab, mit den USA eine Vereinbarung über Entwicklungshilfe im Gesundheitswesen abzuschließen.
Dazu muss man wissen, dass Simbabwe durch die faktische Auflösung von USAID schwer getroffen wurde. Dort gibt es ungefähr 1,3 Millionen HIV-Kranke, deren Behandlung von einem Tag auf den anderen zusammenbrach. US-Transfers sorgten vorher für die Bezahlung von 1900 Ärzten und Krankenschwestern, die HIV-Kranke behandelten. Sie finanzierten Medikamente, Nachsorge- und Präventionsprogramme. Mehrere Kliniken mussten nun komplett schließen. Ihre Träger wandten sich an die Europäische Union (EU) und die Gates-Stiftung, die UN verhandelte mit China und Ägypten über einen Ausgleich. Nur: Das dauert alles, und in dieser Zeit haben die Kranken keine Behandlung.
Trotzdem lehnte die simbabwische Regierung das Abkommen mit den USA, die den Gesundheitssektor über fünf Jahre mit 367 Millionen US-Dollar unterstützen wollten, ab. Der Grund: Die US-Regierung wollte Zugang zu allen Krankendaten. Die sollten in den USA zur Epidemiebekämpfung eingesetzt werden, doch die Ergebnisse wollten die USA nicht mit Simbabwe teilen.
USA
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USAID ist tot – doch die US-Entwicklungshilfe lebt weiter. Nur mit einem neuen Aufkleber: Wer Geld will, muss amerikanischen Interessen dienen.
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USAID ist tot. US-Entwicklungshilfe gibt es aber weiterhin - allerdings nur mit Gegenleistungen.
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