USA

Trump wettert gegen Umwandlung von Todesstrafen in lebenslange Haft

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit hat Joe Biden die Todesurteile von Dutzenden von Straftätern in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Nun reagiert sein Nachfolger.

Katerina Alexandridi Katerina Alexandridi/AFP
3 Min
Donald Trump will sich als Präsident für die Todesstrafe einsetzen.

Donald Trump will sich als Präsident für die Todesstrafe einsetzen.

© AP

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung von Noch-Amtsinhaber Joe Biden, 37 von 40 auf Bundesebene verhängte Todesstrafen in lebenslange Haft umzuwandeln, harsch kritisiert. „Joe Biden hat soeben die Todesstrafe für 37 der schlimmsten Mörder in unserem Land umgewandelt“, schrieb Trump am Dienstag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. „Wenn Sie die Taten eines jeden hören, werden Sie nicht glauben, dass er das getan hat.“

Trump wetterte weiter: „Es ergibt keinen Sinn. Angehörige und Freunde sind am Boden zerstört. Sie können nicht glauben, dass dies geschieht!“ Biden hatte seine Entscheidung am Montag verkündet und erklärt, sie stehe im Einklang mit dem Moratorium, das seine Regierung für Hinrichtungen auf Bundesebene verhängt habe. Demnach soll es für die nun lebenslang verurteilten Häftlinge keine Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis geben.

Die letzte Hinrichtung auf Bundesebene erfolgte am 16. Januar 2021, vier Tage bevor der damalige Präsident Trump aus dem Amt ausschied. Während seiner Amtszeit wurden insgesamt 13 Menschen hingerichtet. Biden hatte vor seinem Einzug ins Weiße Haus angekündigt, sich gegen die Todesstrafe auf Bundesebene einzusetzen. Sein Justizminister Merrick Garland verkündete im Juli 2021 ein Moratorium für Hinrichtungen auf Bundesebene.

Trump: „Wir werden wieder eine Nation von Recht und Ordnung sein!“

Gegner der Todesstrafe befürchten, dass Trump in seiner am 20. Januar beginnenden zweiten Amtszeit die Hinrichtungen auf Bundesebene wieder aufnehmen wird. Während seines Wahlkampfs sprach der designierte Präsident wiederholt davon, die Anwendung der Todesstrafe auf Migranten, die US-Staatsbürger töten, und auf Drogen- und Menschenhändler ausweiten zu wollen.

Am Dienstag erklärte er erneut, er wolle das Justizministerium anweisen, die Todesstrafe für Gewaltverbrecher zu vollstrecken. „Sobald ich im Amt bin, werde ich das Justizministerium anweisen, die Todesstrafe energisch zu verfolgen, um amerikanische Familien und Kinder vor gewalttätigen Vergewaltigern, Mördern und Monstern zu schützen“, schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social. „Wir werden wieder eine Nation von Recht und Ordnung sein!“

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Die Entscheidung Bidens betrifft nur Urteile der Bundesjustiz, nicht der einzelnen Bundesstaaten. In 23 der 50 US-Bundesstaaten ist die Todesstrafe abgeschafft, in sechs weiteren ist ein Moratorium in Kraft. In diesem Jahr gab es in den USA 25 Hinrichtungen, alle auf Grundlage von Bundesstaaten-Urteilen.

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