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Trump will Straße von Hormus „bald“ zu US-Territorium erklären – Iran reagiert

Trump sagt, er wolle die Straße von Hormus „bald“ zum US-Territorium erklären. Der Iran weist dies zurück.

3 Min
Handelsschiffe liegen in der Nähe von Chasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus.

Handelsschiffe liegen in der Nähe von Chasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von Hormus.

© Wen Xinnian/Xinhua/dpa

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die für die Weltwirtschaft entscheidende Meerenge „bald“ zum Territorium der USA erklären zu wollen. Bei einer Veranstaltung am Freitag sagte er laut Wall Street Journal: „Nachdem wir den Iran besiegt haben, der ja sehr schwer geschlagen wird, werde ich die Straße von Hormus bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären.“

Wie reagiert der Iran?

Ein Vertreter des Weißen Hauses erklärte dem Bericht zufolge, der US-Präsident habe einen Scherz gemacht. Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi schrieb als Reaktion auf Trumps Äußerung auf X, die Meerenge lasse sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger noch durch eine Wahlkampfrede einnehmen.

„Die Straße von Hormus war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben“, so Gharibabadi. Geöffnet und geschlossen werde sie allein auf iranischen Befehl. Solange Washington seine Niederlage nicht anerkenne, bleibe die Blockade bestehen.

Laut AFP verwies Trump auch auf die US-Blockade iranischer Häfen. „Wir haben die Blockade. Kein Schiff kommt durch, es sei denn, wir lassen es zu“, so Trump. Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth laut Reuters erklärt, die USA könnten die Blockade „auf unbestimmte Zeit aufrechterhalten“. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte dem Bericht zufolge an, die USA würden weitere Maßnahmen planen, um den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen.

Angriffe auf Schiffe

Die Straße von Hormus gilt als ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Trump hat Reuters zufolge wiederholt erklärt, die USA hätten die „totale Kontrolle“ über die Meerenge, was der Iran zurückweist. Teheran fordert demnach unter anderem die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, um die Meerenge wieder zu öffnen.

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Nach Angaben von AFP meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen erneuten Angriff auf ein Schiff des staatlichen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormus am Freitagabend. Bereits am Donnerstag waren zwei Schiffe nach Adnoc-Angaben angegriffen worden, wofür die Regierung den Iran verantwortlich machte, wie Reuters berichtet. Der Iran habe sich zunächst nicht dazu geäußert.

Hohe Benzinpreise

Trump steht in den USA angesichts hoher Kraftstoffpreise unter Druck, den Krieg zu beenden, insbesondere vor dem Hintergrund der Zwischenwahlen im November. Laut Reuters lag der durchschnittliche US-Benzinpreis pro Gallone zuletzt bei rund 4,08 Dollar – ein Anstieg von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Zahlen des amerikanischen Automobilclubs AAA.

Trump forderte die Amerikaner nach Reuters-Angaben auf, höhere Preise zu akzeptieren. Es lohne sich, „ein wenig mehr für das Benzin“ zu zahlen, um zu verhindern, dass ein „sehr böses Land“ an eine Atomwaffe komme, sagte er. Die Ölpreise zogen laut Reuters am Freitag an: Die Nordseesorte Brent steuerte demnach auf ein Wochenplus von 6,0 Prozent zu.

Auch im Iran hat der Krieg wirtschaftliche Folgen. Präsident Massud Peseschkian machte laut Reuters die US-Blockade und Sanktionen für die hohe Inflation im Land verantwortlich. (mit AFP)

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