Interview

Türkei-Experte: „Die Ambitionen Ankaras wachsen schneller als die Möglichkeiten“

Die Türkei baut ihren Einfluss von Afrika bis ins östliche Mittelmeer aus. Doch wirtschaftliche und militärische Grenzen setzen ihrer Außenpolitik Schranken.

9 Min
Außenpolitisch eine Großmacht, wirtschaftlich begrenzt: Wird Ankara seinen geopolitischen Ambitionen gerecht?

Außenpolitisch eine Großmacht, wirtschaftlich begrenzt: Wird Ankara seinen geopolitischen Ambitionen gerecht?

© Mustafa Kamaci/imago

Die Türkei ist außenpolitisch so präsent wie lange nicht. Sie mischt auf dem Balkan, im Kaukasus, im Nahen Osten und in Afrika mit, baut militärische Fähigkeiten aus und tritt zunehmend selbstbewusst auf. Ankara nutzt die Verschiebungen der internationalen Ordnung, um seinen Einfluss auszuweiten und sich zwischen den großen Machtzentren zu positionieren.

Doch hinter diesem selbstbewussten Auftritt zeigen sich Grenzen. Wirtschaftliche Schwäche, Währungsinstabilität und begrenzte Machthebel erschweren es, die geopolitischen Ambitionen dauerhaft in realen Einfluss umzusetzen. Im Interview erklärt Tunç Akkoç, Chefredakteur von Harici Media, einer renommierten digitalen Medienplattform in der Türkei, seine Sicht auf die internationale Politik der Türkei.

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