Türkischer Krieg gegen Kurden geht weiter

Abschiebungen im Kabinett umstritten

BLZ
1 Min

Bonn. ds Der Kurden-Krieg der Türkei in Nordirak sorgt im Bonner Koalitionslager für Unruhe.Während sich Kanzleramtschef Bohl und Innenminister Kanther für eine Abschiebung gewalttätiger Kurden starkmachten, forderte Arbeitsminister Blüm indirekt zur Zurückhaltung auf: Türken würden Kurden behandeln, "wie man noch nicht einmal Tiere behandeln würde". Dem NATO-Partner Türkei müsse zudem klargemacht werden, daß das Bündnis "keine Horde von Waffenhändlern ist". Die Türkei setzte indessen ihren Feldzug gegen die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) fort. Während Ministerpräsidentin Ciller behauptete, man halte sich bei der Invasion in Nordirak an "Recht und Gesetz", mehren sich Berichte über Angriffe auf zivile Ziele. Das UNO- Flüchtlingskommissariat begann mit der Evakuierung kurdischer Flüchtlinge bei Sacho.Sechs Deutsche und ein Belgier wurden in der Türkei unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit der PKK festgenommen. Berichte über ein Gespräch des türkischen Geheimdienstchefs in Bonn schon im Januar wurden bestätigt. +++

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