UPDATE

Thüringen

Tumulte und Nazi-Vergleiche: CDU und AfD gehen im Thüringer Landtag aufeinander los

Für gewöhnlich geht die Wahl eines Landtagspräsidenten geräuschlos über die Bühne – aber nicht in Thüringen. Die erste Sitzung verlief chaotisch und wurde vertagt.

5 Min
Sorgte mit seiner Rede für Kritik: Alterspräsident Jürgen Treutler von der AfD in Thüringen

Sorgte mit seiner Rede für Kritik: Alterspräsident Jürgen Treutler von der AfD in Thüringen

© Jens Schlüter/AFP

Offener Machtkampf und Tauziehen mit der AfD in Thüringen: In der ersten Sitzung des Parlaments am Donnerstag sollte die Wahl des Landtagspräsidenten in Thüringen erfolgen. Doch schon zu Beginn wurde die Sitzung mehrfach unterbrochen, bis 15 Uhr immerhin viermal. Was folgte, war ein Wahlkrimi, ein heilloses Durcheinander bis hin zu Nazi-Vergleichen. Zum Schluss wurde das Landesverfassungsgericht angerufen – und die Sitzung wird nun erst am Sonnabend fortgesetzt. 

Normalerweise geht die Wahl eines Landtagspräsidenten geräuschlos über die Bühne – in Thüringen war das am Donnerstag scheinbar nicht möglich. Ein Akt, der sich allerdings seit Tagen angekündigt hatte. Im Fokus des Gerangels: der begehrte Posten des Landtagspräsidenten, das protokollarisch höchste Amt des Landes. Eigentlich hat die AfD, mit 32 Sitzen stärkste Fraktion im neuen Landtag, das Vorschlagsrecht. So steht es in der Geschäftsordnung. Die Partei nominierte daraufhin die Abgeordnete Wiebke Muhsal für das Amt der Landtagspräsidentin.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*