Energie

Turkstream legt zu, LNG bricht ein: EU setzt mehr auf Pipelinegas aus Russland

Die LNG-Importe der EU gehen zurück. Gleichzeitig fließt laut Entsog-Daten wieder mehr russisches Gas über Turkstream – trotz des Importverbots ab 2027. Warum?

7 Min
Die EU hat im August 7,5 Prozent mehr russisches Pipelinegas über Turkstream importiert als im Vormonat.

Die EU hat im August 7,5 Prozent mehr russisches Pipelinegas über Turkstream importiert als im Vormonat.

© İsa Terli/imago

Die EU importiert immer weniger Flüssigerdgas (LNG). Laut Daten des europäischen Netzbetreiberverbands Entsog lagen die LNG-Einfuhren in die EU im August bei 95.785 Gigawattstunden (GWh). Das waren zwar knapp acht Prozent mehr als beim Jahrestief im Juli mit 88.855 GWh. Gegenüber Januar sind die Importe jedoch um mehr als 41 Prozent eingebrochen. 

Gleichzeitig fließt wieder mehr russisches Pipelinegas über Turkstream in die EU. Im August waren es den Entsog-Daten zufolge 17.337 GWh – 7,25 Prozent mehr als im Juli. Damit gewinnt die letzte verbliebene Pipeline-Route für russisches Gas nach Europa wieder an Bedeutung. Im April 2022, wenige Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, lagen die Lieferungen über Turkstream noch bei 9502 GWh.

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