Hitlers Kinder" sucht das ZDF für eine gleichnamige, fünfteilige Fernsehdokumentation, die im Frühjahr 2000 ausgestrahlt wird. Um Menschen zu finden, die als Kinder und Jugendliche im Dritten Reich aufgewachsen sind, steht noch bis Freitag der "Jahrhundert-Bus" auf dem Parkplatz des Maxim-Gorki-Theaters, Am Festungsgraben 2, in Mitte. Danach fährt der zum mobilen Fernsehstudio umgebaute kleine LKW weiter nach Magdeburg, Kassel, Hamburg, Dortmund, Köln, Heidelberg und München. Der Bus war schon 1998 für die 20-teilige Sendung "Unser Jahrhundert" unterwegs."Pro Tag machen wir bis zu acht Interviews", sagt Thomas Müller, ZDF-Redakteur für Zeitgeschichte. Das Interview über die "Jugend im Dritten Reich" wird im Bus vor einem schwarzen Hintergrund aufgezeichnet. Alle Gespräche werden nicht nur für die Sendung "Hitlers Kinder" gesammelt, sondern auch für ein großes Zeitzeugen-Archiv. "Bald wird keiner mehr über die Weimarer Republik und das Dritte Reich erzählen können", sagt Müller, "einfach aus biologischen Gründen." Das Archiv solle später nicht nur vom ZDF genutzt, sondern auch für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Der bunte Bus ist den ganzen Tag über besetzt. Die Redakteure lassen sich gerne von Vorübergehenden etwa über Hitlerjugend, Luftschutzdienst oder BDM-Mitgliedschaft erzählen. (kö.)
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