Der Berliner Senat hat die Fortführung der Planungen für eine Verlängerung der U-Bahnlinie U8 in das Märkische Viertel beschlossen. Das teilte die Senatskanzlei nach der Senatssitzung am Dienstag mit. Die Vorlage stammt von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU).
Bislang fährt die U8 vom U-Bahnhof Herrmannstraße bis nach Wittenau bei insgesamt 24 Stationen. Die Verlängerungspläne sehen vier weitere Halte nach Wittenau vor. Die Idee zur Verlängerung besteht bereits seit vielen Jahren und wurde zuletzt von der Berliner CDU wieder stärker verfolgt. Kritiker monieren die hohen Kosten von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen bei der U-Bahn sowie die lange Bauzeit im Vergleich zu beispielsweise einer Straßenbahnlinie.
Grundlage des nun gefassten Beschlusses ist eine umfassende Untersuchung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die Anfang 2024 beauftragt worden war. Sie umfasste laut Senatskanzlei einen Vergleich verschiedener Verkehrsmittel, mehrere Trassenvarianten sowie eine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Die Ergebnisse lägen nun vor.
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Vier neue Stationen nach Wittenau geplant
Aus fachlicher Sicht sei die Verlängerung der U8 das am besten geeignete Verkehrsmittel zur Anbindung des Märkischen Viertels, hieß es in der Mitteilung. Die bevorzugte Trasse soll vom bestehenden U-Bahnhof Wittenau unter dem Wilhelmsruher Damm bis ins Zentrum des Märkischen Viertels verlaufen.
Vorgesehen sind drei Zwischenstationen am Märkischen Zentrum, an der Treuenbrietzener Straße sowie an der Wesendorfer Straße. Der neue Endbahnhof soll am Senftenberger Ring entstehen.
Berlin hofft bei U8-Projekt auf Bundesförderung
Im Rahmen der bundeseinheitlichen standardisierten Bewertung sei für das Vorhaben ein positiver volkswirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen worden, teilte die Senatskanzlei mit. Damit seien die Voraussetzungen für eine weitere Planung und eine mögliche Förderung durch den Bund gegeben.
Senatorin Bonde erklärte: „Die positiven Untersuchungsergebnisse bestätigen: Der Weiterbau der U8 direkt ins Märkische Viertel wertet die viel genutzte Verbindung für Tausende Fahrgäste erheblich auf und macht unser Mobilitätsangebot noch attraktiver.“ Die Bewohnerinnen und Bewohner verdienten endlich eine direkte U-Bahn-Anbindung. Die Planung werde nun zügig vorangetrieben.
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