Nach einem gewaltsamen Übergriff auf einer Schultoilette der Wartburgschule im thüringischen Eisenach ist ein zehnjähriger Fünftklässler in der Notaufnahme des St.-Georg-Klinikums behandelt worden, wie am Wochenende mehrere Medien übereinstimmend berichteten.
Nach Schilderung des Vaters, der aus Schutzgründen anonym bleibt, gegenüber der Zeitung Thüringer Allgemeine sollen am 23. September insgesamt sechs Schüler in einem Sanitärraum auf seinen Sohn losgegangen sein. Ein Achtklässler habe fünf Mitschüler zu der Tat angestachelt. Der linke Arm des Kindes musste eingegipst werden, Ärzte vermuten Haarrisse. Der Junge sei seitdem krankgeschrieben.
Schulamtsleiter Wolfram Abbe erklärte, die Schule habe den Vorfall aufgearbeitet und die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Die Wartburgschule ist eine staatliche Regelschule der Stadt Eisenach für die Klassen fünf bis zehn, die im Schuljahr 2025/26 von 446 Schülern in 18 Klassen besucht wird und zu Haupt- und Realschulabschluss führt.
Eltern kritisieren Umgang der Schule
Die Eltern des verletzten Jungen beklagen laut den Berichten eine fehlende Gesprächsbereitschaft der Schule. Weder Polizei noch Rettungsdienst seien nach dem Vorfall alarmiert worden, der Vater habe die Hilfe selbst angefordert. Kritisiert werden zudem regelmäßiges Vapen auf den Toiletten und wiederkehrende Konflikte unter Schülern.
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