Food-Trend

Überfluss als Kulisse: Warum kulinarische Maßlosigkeit bei Marken so angesagt ist

Immer häufiger dient Essen als Kulisse für Produkte. Butterskulpturen, Cornichon-Pyramiden, Radicchio-Schiffchen: Das ist kein Essen, das ist Content. Ein Kommentar.

4 Min
Das große Fressen? Eher das große Bild für Instagram.

Das große Fressen? Eher das große Bild für Instagram.

© imago stock&people

Früher war Butter etwas, das man auf ein Brötchen strich. Ganz Mutige legten noch Radieschen darauf, oder eine Gelbwurst. Heute begegnet mir Butter immer öfter als Skulptur und ich frage mich: Was soll das?

Der gedeckte Tisch hat sich vom Ort des Essens zu einem Set entwickelt. Früher hieß es: „Setz dich, das Essen wird kalt.“ Heute lautet die Ansage: „Setz dich noch nicht, der Tisch muss erst fotografiert werden.“ Für die Story, für das Reel, für die Marke, deren Logo natürlich nicht auf dem Teller steht, aber irgendwo zwischen Radicchio-Schiffchen, Butterbergen und Croissantpyramiden sicher auftauchen wird.

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