Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2025 Rüstungsexporte im Wert von 13,87 Milliarden Euro genehmigt. Das ist mehr als viermal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Größter Abnehmer bleibt die Ukraine.
Von Januar bis Juni wurden Ausfuhren im Umfang von rund 9,6 Milliarden Euro für Kriegswaffen sowie 4,3 Milliarden Euro für sonstige Rüstungsgüter genehmigt. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.
Rüstungsgüter im Wert von etwa 9 Milliarden Euro und damit mehr als 60 Prozent der Genehmigungen entfielen auf EU- oder Nato-Staaten sowie enge Partner. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Anteil mit 83 Prozent noch deutlich höher. Für Lieferungen an Drittländer wurden Ausfuhren im Wert von 4,9 Milliarden Euro genehmigt.
Ukraine größter Empfänger
Wichtigster Abnehmer bleibt mit einem Genehmigungswert von 2,5 Milliarden Euro die Ukraine, die im Abwehrkampf gegen Russland mit Geld und Waffenlieferungen unterstützt wird. Die Ukraine zählt formal als Drittland, gehört also weder der EU noch der Nato an.
Auf dem zweiten Platz der Empfängerländer stehen die USA mit einem Genehmigungsvolumen von 1,6 Milliarden Euro. Darauf folgen die Niederlande, Tschechien und Litauen. Israel liegt mit knapp 800 Millionen Euro auf Platz sechs. Dahinter folgen Lettland mit rund 500 Millionen Euro sowie mit geringem Abstand Norwegen, Estland und Slowenien. (mit dpa)
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