Ukraine

Ukraine-Hilfe: So will die EU die fehlenden 70 Milliarden Euro auftreiben

Ukraine-Hilfe: Kiew braucht 2027 weitere 70 Milliarden Euro. Doch neue EU-Schulden werden teurer, und Belgien blockiert weiter das russische Vermögen.

6 Min
Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

© Monasse Thierry/Andbz/Abaca/Imago

Die Ukraine-Hilfe der EU reicht für das kommende Jahr nicht aus. Beim EU-Gipfel vergangene Woche bezifferte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Lücke auf mindestens 70 Milliarden Euro. Der Krieg werde sein Land 2027 insgesamt 155 Milliarden Euro kosten, sagte er vor den Staats- und Regierungschefs. Mit dem zusätzlichen Geld will Kiew vor allem die eigene Drohnenproduktion ausbauen.

Die ukrainische Regierung rechnet mit einem Mehrbedarf von 32,6 Milliarden US-Dollar für den Staatshaushalt und 45 Milliarden Dollar für die Streitkräfte. Zusammen sind das rund 78 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 70 Milliarden Euro. Die EU-Kommission hat die Schätzung nach Angaben von Euronews inzwischen übernommen. Die Staats- und Regierungschefs beauftragten sie, Möglichkeiten zur Finanzierung zu prüfen.

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