Die Ukraine steckt mitten in einer ihrer größten politischen Krisen der vergangenen Jahre. Der Korruptionsskandal, der im Herbst dieses Jahres ans Licht kam, hat bereits mehrere Spitzenpolitiker aus ihren Ämtern gedrängt und das Vertrauen in staatliche Institutionen schwer erschüttert. Unter dem Codenamen „Operation Midas“ ermitteln ukrainische Antikorruptionsbehörden gegen ein weitverzweigtes Netzwerk, das sich über den staatlichen Energiekonzern Energoatom erstrecken soll. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt zwar, er habe „keine Ahnung“, was in seinem Umfeld vor sich geht. Der ukrainische Staatschef wirkt allerdings – auch wenn seine Rolle in der Korruptionsaffäre bisher unklar bleibt – stark angeschlagen.
„Operation Midas“
Korruptionsaffäre erschüttert die Ukraine: Was passiert jetzt mit Jermak, Minditsch und Co.?
Die Korruptionsaffäre in der Ukraine bringt Minister zu Fall, belastet Selenskyjs Umfeld und wirft ein grelles Licht auf tief sitzende Machtnetzwerke. Ein Überblick.
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Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Region Donezk. Immer mehr Akteure aus seinem engsten Umfeld werden der Korruption bezichtigt.
© Ukrainisches Präsidialamt/imago
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