Allmählich schälen sich die Entwicklungen der kommenden Monate heraus – aus amerikanischer Sicht. Die Freigabe der Angriffe mit ATACMS-Raketen auf das russische Hinterland, die verkündete Lieferung amerikanischer Antipersonenminen, auch die vorübergehende Schließung der US-Botschaft in Kiew – das sind keine Aktionen, mit denen Präsident Joe Biden noch kurz vor Toresschluss Tatsachen schaffen will. Wir dürfen annehmen, dass die den Ukrainekrieg betreffenden Maßnahmen des Weißen Hauses bis zur Amtsübergabe am 20. Januar zwischen Biden und seinem Vorgänger-Nachfolger Donald Trump abgesprochen sind.
Wer glaubt, Trump werde nach Beginn seiner Präsidentschaft mit der weißen Fahne winkend auf den Kreml zulaufen, wird noch eines Besseren belehrt. Der alt-neue Präsident hat verstanden, dass die russische Führung vor allem eine Sprache versteht: die des Stärkeren. Die Ukraine kann sie nicht sprechen, die Europäer auch nicht – nur die USA und bald auch China.
Russischer Krieg in der Ukraine
Donald Trump weiß: Im Kreml versteht man nur die Sprache des Stärkeren
Die zu erwartenden Waffenstillstandsverhandlungen im Ukrainekrieg werden ein Armdrücken, kein Spaziergang. Wird Richard Grenell der zuständige US-Sonderbeauftragte? Die Analyse.
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Richard Grenell 2020 im Weißen Haus: Wird er über die Ukraine mit den Russen verhandeln?
© Chris Kleponis/imago
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