Ukrainekrieg

Selenskyj: Ukraine bereit, für US-Militärhilfe zu zahlen

Die Ukraine ist nach Aussage ihres Präsidenten bereit, von den USA „in der einen oder anderen Form“ Militärhilfe zu kaufen. Man betrachte dies als Sicherheitsgarantie.

Katerina Alexandridi
2 Min
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

© Peter Nicholls/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bereitschaft Kiews angekündigt, ein umfangreiches Hilfspaket von den USA zu erwerben, das als Sicherheitsgarantie für sein Land dienen soll. In einem Gespräch mit Journalisten am Mittwochabend stellte Selenskyj klar, dass die Ukraine nicht umsonst um Hilfe bittet, sondern eine Vereinbarung mit der US-Regierung von Donald Trump vorschlägt, die es dem Land ermöglichen würde, beispielsweise Luftabwehrsysteme zu erhalten.

Selenskyj sagte, die Ukraine habe den USA bereits mitgeteilt, was sie in einem künftigen Hilfspaket, das sie „kaufen“ werde, erhalten wolle. „Wir wollen es in der einen oder anderen Form kaufen“, betonte er, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Interfax berichtet. „Wir zählen sogar darauf als Sicherheitsgarantie“, fügte der ukrainische Präsident hinzu. Demnach könnte es zu einer Vereinbarung kommen, im Rahmen derer die Ukraine das Geld „an einen Fonds oder direkt“ an die US-Regierung zahlt. „Das ist uns egal“, so der ukrainische Staatschef.

Zudem sagte Selenskyj, er habe von den USA mindestens zehn Luftabwehrsysteme angefordert. „Das ist ein Schutz, der uns nach dem Ende des Krieges helfen wird“, erklärte er und fügte hinzu, dass die Ukraine bereit sei, „sowohl 30 als auch 50 Milliarden für das entsprechende Paket bereitzustellen“.

Rohstoffabkommen als Ausgleich für US-Militärhilfe

Trump hatte wenige Tage nach dem Eklat mit Selenskyj im Weißen Haus die Militärhilfe für die Ukraine vorübergehend ausgesetzt. Eine Woche später hatte er die Entscheidung wieder rückgängig gemacht, nachdem Kiew signalisiert hatte, dass es für eine 30-tägige Waffenruhe mit Russland offen sei.

Seit der letzten Gesprächsrunde zwischen den USA, Russland und der Ukraine im März in Saudi-Arabien sind die Bemühungen um eine Waffenruhe ins Stocken geraten. Fortschritte gibt es allerdings bei einem Rohstoffabkommen zwischen den USA und der Ukraine. Trump will das Abkommen als Ausgleich für die milliardenschwere US-Militärhilfe, die der Ukraine unter seinem Vorgänger Joe Biden gewährt worden war.

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