Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Soldaten seines Landes für ihren Einsatz im Ausland gedankt. In einer Rede zum 78. Jahrestag der Staatsgründung dankte er laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA Truppen, die an „Militäroperationen im Ausland“ beteiligt sind, wie Reuters berichtet.
Er sprach ihnen seinen „besonderen Dank“ und „tiefen Respekt“ aus, wie AFP unter Berufung auf KCNA berichtete. Nach Einschätzung von AFP und Reuters bezog sich Kim Jong-un wahrscheinlich auf den Einsatz nordkoreanischer Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine.
Nordkorea hat laut Reuters seit Ende 2024 nach Schätzungen westlicher und südkoreanischer Regierungsvertreter rund 14.000 bis 15.000 Soldaten zur Unterstützung der russischen Truppen entsandt. Der südkoreanische Geheimdienst schätzte im Februar 2026, dass etwa 6000 nordkoreanische Soldaten getötet oder verwundet worden seien.
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Auch nordkoreanische Waffen kommen demnach im Ukraine-Krieg zum Einsatz. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzten russische Truppen bei Angriffen auf die Ukraine im August Raketen aus nordkoreanischer Produktion ein.
Nordkorea bereitet nach Angaben des südkoreanischen Militärs weiterhin einen möglichen Einsatz zusätzlicher Soldaten in Russland vor. Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Entsendung gebe es jedoch nicht, berichtete Yonhap am 23. August unter Berufung auf einen entsprechenden Bericht.
Im Gegenzug für die Entsendung von Soldaten und Munition hat Nordkorea nach Einschätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes wirtschaftliche Unterstützung und militärische Technologie aus Russland erhalten, wie Reuters berichtete. AFP zufolge bekommt das international isolierte Land von Russland unter anderem Finanzhilfen, Lebensmittel, Energie und militärische Technologie. (mit AFP)
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