Pjöngjang

Ukraine-Krieg: Nordkorea eröffnet Gedenkstätte für in Russland gefallene Soldaten

Ein in Nordkorea eröffnetes Museum soll Soldaten ehren, die in der russischen Region Kursk gefallen sind. Kim Jong-un spricht von einem „heiligen Kampf“.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (l), der Vorsitzende der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin und der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (l), der Vorsitzende der Staatsduma Wjatscheslaw Wolodin und der russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow

© KCNA via KNS/AFP

Nordkorea hat ein Museum für seine Soldaten eröffnet, die im Kampf für Russland im Ukraine-Krieg gefallen sind. Die Eröffnungszeremonie fand am Sonntag in der Hauptstadt Pjöngjang statt, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA laut AP berichtete. Auch Machthaber Kim Jong-un nahm an der Veranstaltung teil.

Das Denkmal soll nordkoreanische Soldaten ehren, die in der russischen Region Kursk kämpften, in die ukrainische Truppen im Jahr 2024 vorgedrungen waren. Nach Angaben von KCNA war neben Kim auch eine russische Delegation mit dem Vorsitzenden der Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, und Verteidigungsminister Andrej Beloussow anwesend.

Kim spricht von „heiligem Kampf“

Beloussow erklärte laut russischen Nachrichtenagenturen, mit den nordkoreanischen Vertretern sei vereinbart worden, die militärische Zusammenarbeit langfristig auszubauen. Russland sei bereit, einen Kooperationsplan für den Zeitraum 2027 bis 2031 zu unterzeichnen. 

Kim Jong-un erklärte laut KCNA, Nordkorea werde „Russlands Politik des Schutzes der staatlichen Souveränität, territorialen Integrität, Sicherheit und Interessen weiterhin uneingeschränkt unterstützen“. Er sei zuversichtlich, dass Russland in diesem „gerechten und heiligen Kampf“ einen Sieg erreichen werde.

Tausende nordkoreanische Gefallene

In einem von Wolodin verlesenen Schreiben des russischen Präsidenten Wladimir Putin hieß es, das Museum werde ein „Symbol der Freundschaft“ zwischen beiden Ländern sein, wie AP berichtet. Russland und Nordkorea hatten 2024 ein Abkommen über eine umfassende Partnerschaft mit gegenseitiger Beistandsklausel geschlossen.

Nach Schätzungen südkoreanischer, ukrainischer und westlicher Stellen entsandte Nordkorea rund 14.000 Soldaten nach Kursk, mehr als 6000 von ihnen sollen getötet worden sein, wie Reuters berichtet. Im Gegenzug für Truppen und Munition soll Pjöngjang russische Wirtschafts- und Militärtechnologiehilfe erhalten haben.

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