Ukraine-Krieg

Rubio: Ukraine-Krieg wird „nicht durch überwältigenden militärischen Sieg enden“

US-Außenminister Marco Rubio trifft in New York seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow. Zugleich bekräftigt Rubio seine Einschätzung, dass der Ukraine-Krieg durch Verhandlungen enden werde.

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Der US-Außenminister Marco Rubio wird am Mittwoch seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow treffen.

Der US-Außenminister Marco Rubio wird am Mittwoch seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow treffen.

© Chip Somodevilla/Getty Images via AFP

US-Außenminister Marco Rubio trifft am Mittwoch in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammen. Das Treffen soll am Rande der UN-Vollversammlung stattfinden, teilte das US-Außenministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Demnach dürfte es bei dem Gespräch vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.

Rubio sagte unterdessen, der Krieg in der Ukraine werde letztlich durch eine Verhandlungslösung beendet werden. „Dieser Krieg schadet beiden Seiten“, erklärte er am Dienstag in einem Interview mit dem Radiosender WABC, das vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde. „Er ist ganz offensichtlich schlecht für die Ukraine und schrecklich für Russland.“

Der Krieg müsse irgendwann beendet werden, so Rubio. Er fügte hinzu, der Konflikt werde nach seiner Einschätzung „nicht durch einen überwältigenden militärischen Sieg einer der beiden Seiten enden“, sondern durch ein Verhandlungsabkommen. US-Präsident Trump sei bereit, dabei eine Rolle zu spielen, sagte Rubio. Die USA würden sich weiter um eine Annäherung der beiden Seiten bemühen.

Selenskyj: Ukraine zu „Energie-Waffenstillstand“ bereit

Trump hatte am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Selenskyj erklärte anschließend laut Reuters, er habe mit Trump über die Bemühungen um ein Ende des Krieges gesprochen. Thema sei auch eine mögliche Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen gewesen.

Selenskyj sagte nach dem Treffen laut AFP, die Ukraine sei zu „jeder Art von Energie-Waffenstillstand“ bereit, sofern Russland im Gegenzug Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur einstelle. Zugleich erklärte er, die Haltung Moskaus zu einem solchen Abkommen nicht zu kennen. Er hoffe, dass die USA einen Weg finden würden, Russland wieder zu Verhandlungen zu bewegen.

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Eine entsprechende Vereinbarung gibt es bislang nicht. Reuters berichtete, dass Trump in der vergangenen Woche erklärt hatte, Russland und die Ukraine hätten sich grundsätzlich darauf verständigt, Energieziele nicht anzugreifen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur griff Russland am nächsten Tag Tankstellen in Kiew an, während die Ukraine eine russische Ölraffinerie attackierte.

Selenskyj bezeichnete sein Gespräch mit Trump nach Angaben von AFP als „positiv und produktiv“. Auf X schrieb der ukrainische Präsident demnach, beide Seiten wollten, dass der Krieg noch vor dem Winter ende. Er habe mit Trump zudem über Maßnahmen zur Deeskalation gesprochen, die den Weg für diplomatische Gespräche ebnen könnten. Am Mittwoch soll Selenskyj außerdem bei der UN-Generaldebatte in New York eine Rede halten. (mit AFP)

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