Ukraine-Krieg

Sächsischer CDU-Politiker: Melnyk sofort ausweisen

Michael Kretschmer wurde vom ukrainischen Botschafter ausgeladen und als „lost case“ bezeichnet. Sein CDU-Parteifreund Lehmann will Melnyk zur Persona non grata erklären.

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
CDU-Politiker Jens Lehmann 

CDU-Politiker Jens Lehmann 

© Imago/Political-Moments

Andrij Melnyk ist noch bis zum 14. Oktober Botschafter der Ukraine in Deutschland, seine Abberufung ist schon beschlossene Sache. Nachdem Melnyk nun aber einen Ukraine-Besuch von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer abgelehnt und ihn als „lost case“ bezeichnet hat, gehen CDU-Parteifreunde von Kretschmer auf den ukrainischen Botschafter los. 

Jens Lehmann, Bundestagsabgeordneter aus dem sächsischen Leipzig, fordert auf Instagram Melnyks sofortige Ausweisung. Deutschland solle ihn zur Persona non grata erklären.  

Jens Lehmann zu Melnyk: „Das Fass ist übergelaufen“

„Das Fass ist übergelaufen. Ich finde, Deutschland macht sehr viel für die Ukraine, sei es humanitäre, wirtschaftliche oder militärische Hilfe“, schrieb der CDU-Politiker.

Und weiter: „Das sollte auch von Botschafter Melnyk anerkannt werden, statt beleidigt auf einen Ministerpräsidenten zu sein, der eine differenzierte Sicht auf den Krieg und seinen Ausgang hat. Denn nach sechs Monaten Krieg müssen wir auch darüber reden können, wie und in welcher Form der Krieg enden kann.“

Melnyk hatte Sachsens Ministerpräsidenten mehrfach attackiert, da dieser sich bei Markus Lanz sich für ein „Einfrieren des Krieges“ und für Gespräche mit Russland ausgesprochen hatte.

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