Ukrainekrieg

Bericht: Trumps innerer Kreis rät von neuem Putin-Telefonat ab

Kürzlich hatte Trump seine Frustration über Putin zum Ausdruck gebracht – und ein neues Telefonat angekündigt. Seine Verbündeten raten offenbar davon ab.

Katerina Alexandridi
3 Min
Trumps innerer Kreis hat einem NBC-Bericht zufolge von einem neuen Telefonat mit Putin abgeraten

Trumps innerer Kreis hat einem NBC-Bericht zufolge von einem neuen Telefonat mit Putin abgeraten

© picture alliance/dpa/AP

Der innere Kreis von US-Präsident Donald Trump warnt ihn vor einem weiteren Telefonat mit dem russischen Präsidenten. Das berichtet NBC News unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Sie sollen ihm geraten haben, erst dann mit Wladimir Putin zu sprechen, wenn dieser sich zu einer vollständigen Waffenruhe in der Ukraine verpflichtet.

Die Quellen des US-Nachrichtensenders gaben zu bedenken, dass Trump sich auch plötzlich entscheiden könnte, mit Putin zu sprechen. Er sei jedoch darauf hingewiesen worden, dass ein Telefonat keine gute Idee sei, solange der Kremlchef dem Weißen Haus nicht seine Bereitschaft zur Beendigung des Ukrainekrieges mitgeteilt habe.

Trump hatte in einem Interview mit NBC News am vergangenen Sonntag erklärt, er wolle noch in dieser Woche mit Putin sprechen. Er betonte auch, er sei „sehr wütend“ auf Russlands Präsidenten, nachdem dieser die Legitimität des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj erneut infrage gestellt hatte. Seine Äußerungen gehen „nicht in die richtige Richtung“, fügte Trump hinzu und drohte Russland mit hohen Zöllen auf Öl.

Putin hatte nach einem Telefonat mit Trump am 18. März nach Kreml-Angaben eine 30-tägige Unterbrechung der Angriffe auf ukrainische Energieanlagen angeordnet. Sowohl die Ukraine als auch Russland warfen sich danach jedoch gegenseitig vor, Energieanlagen angegriffen zu haben.

Sondergesandter Putins nach Treffen mit Trump-Verbündeten: „Positive Dynamik“

Unterdessen traf sich der russische Unterhändler und Putin-Vertraute Kirill Dmitrijew am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus mit Vertretern Trumps und republikanischen Abgeordneten, wie NBC News unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen weiter berichtet. Es war zunächst nicht klar, ob Trump selbst an den Treffen teilgenommen hatte.

Der Besuch des Sondergesandten für Wirtschaft ist die erste Visite eines ranghohen Vertreters der russischen Regierung in den USA seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine im Februar 2022. „Wir sehen eine positive Dynamik in unseren Beziehungen“, sagte Dmitrijew gegenüber russischen Medien in Washington. Zwar gebe es Meinungsverschiedenheiten in verschiedenen Bereichen. „Aber es gibt einen Prozess, einen Dialog, der nach unserem Verständnis dazu beitragen wird, diese Meinungsverschiedenheiten zu überwinden.“ (mit AFP)

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