Krieg

Ukraine: Selenskyj besucht Butscha und spricht von „Völkermord“

Im Kiewer Vorort Butscha wurden nach dem russischen Abzug hunderte Tote gefunden. Der ukrainische Präsident macht sich am Ort des Schreckens selbst ein Bild.

Team News Mike Wilms AFP/mow
1 Min
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, begutachtet den Schauplatz eines Gefechts in Butscha in der Nähe von Kiew.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, begutachtet den Schauplatz eines Gefechts in Butscha in der Nähe von Kiew.

© dpa/AP/Efrem Lukatsky

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Kiewer Vorort Butscha besucht, wo nach dem Abzug der russischen Truppen hunderte Tote gefunden worden waren. „Nun sehen Sie, was jeden Tag (...) passiert“, sagte Selenskyj vor Ort zu Journalisten. „Das sind Kriegsverbrechen und sie werden von der Welt als Völkermord anerkannt werden.“

Die Ukraine beschuldigt die russische Armee, in Butscha ein „Massaker“ an Zivilisten verübt zu haben. AFP-Reporter sahen am Wochenende auf einer Straße des Ortes mindestens 22 Leichen in ziviler Kleidung. Butscha war ab dem 27. Februar von der russischen Armee besetzt worden und blieb daraufhin über einen Monat lang weitgehend unzugänglich. Die Aufnahmen und Berichte aus dem Ort lösten weltweit Entsetzen aus.

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