Ukraine-Krieg

Selenskyjs Zeit ist abgelaufen: Nur ein Rücktritt macht ihn zum Kriegshelden

Der ehemalige Verteidigungsminister fordert Wahlen mitten im Krieg. Ein geordneter Rücktritt wäre für Selenskyj die klügste Entscheidung seiner Amtszeit. Ein Kommentar.

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Fedorow fordert Wahlen mitten im Krieg und bringt Selenskyj in Bedrängnis.

Fedorow fordert Wahlen mitten im Krieg und bringt Selenskyj in Bedrängnis.

© Danylo Antoniuk/Imago

Mychajlo Fedorow hat mit seiner Videobotschaft ausgesprochen, was in Kiew längst nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird. Das politische System der Ukraine ist müde, wird misstrauisch beäugt und ist zunehmend delegitimiert – und das mitten in einem Krieg, der eigentlich nationale Geschlossenheit verlangt. So wie in den ersten Monaten nach der russischen Invasion.

Dass ausgerechnet der im Juli entlassene Verteidigungsminister, dessen Rauswurf große landesweite Proteste auslöste, nun offen für Wahlen unter Kriegsbedingungen wirbt, ist eine kalkulierte Kampfansage an Wolodymyr Selenskyj. Und der junge, eloquente, charismatische Fedorow trifft mit seiner Ankündigung einen wunden Punkt in der kriegsgebeutelten Bevölkerung.

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