Politik

Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Baerbocks UN-Job

Die Nominierung der Noch-Außenministerin für den hohen Posten bei den Vereinten Nationen stieß bei vielen Politikern auf Kritik. Auch die Bevölkerung scheint dies zu teilen.

Team News Eva Maria Braungart dpa/Eva Maria Braungart
2 Min
Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) soll einen Top-Posten bei der UN bekommen.

Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) soll einen Top-Posten bei der UN bekommen.

© Michael Kappeler/dpa

Die Nominierung der Noch-Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für einen hohen Posten bei den Vereinten Nationen ist in den vergangenen Wochen auf scharfe Kritik gestoßen. Einer Umfrage zufolge kommt die Besetzung des Postens mit Baerbock auch bei den meisten Menschen in Deutschland nicht gut an.

57 Prozent der Teilnehmer einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sehen die Nominierung der inzwischen geschäftsführenden Außenministerin für den Vorsitz der UN-Generalversammlung negativ oder eher negativ.

Top-Posten bei der UN: Verdrängte Baerbock Helga Schmid?

42 Prozent der Befragten bewerteten die Entscheidung als negativ, weitere 15 Prozent als eher negativ. Als positiv beziehungsweise eher positiv stuften nur 12 und 16 Prozent der Befragten die Nominierung ein.

Baerbock soll den Vorsitz der UN-Generalversammlung in New York im September antreten, ihre Amtszeit würde ein Jahr dauern. Ursprünglich war dafür die deutsche Top-Diplomatin Helga Schmid vorgesehen. Nun soll die Position aber politisch besetzt und Baerbock als deutsche Kandidatin für die Sitzungsperiode 2025/26 benannt werden.

Nachdem Baerbocks Kandidatur für den Posten bekannt wurde, hagelte es Kritik. Johannes Volkmann, Enkel von Helmut Kohl und CDU Politiker, schrieb auf X: „Die Art und Weise, wie Baerbock nun eine langjährig verdiente Diplomatin wie Helga Schmidt (sic) verdrängen soll, macht fassungslos. Genau diese Selbstbedienungsmentalität wurde am 23.02 abgewählt.“

Auch andere kritisierten, dass Schmid doch nicht Präsidentin der UN-Generalversammlung werden soll und werfen Baerbock vor, sie vom Posten verdrängt zu haben. „Jetzt will die Chefin plötzlich selber ran“, mutmaßten einige.

Baerbock hingegen wies die Kritik zurück, sie habe mit ihrer Kandidatur die deutsche Spitzendiplomatin Helga Schmid verdrängt und deren seit Monaten in New York geknüpften Kontakte wertlos gemacht. Die „deutsche Kandidatur“ sei „natürlich auch gemeinsam“ vorbereitet worden, ebenso die Themensetzung, sagte die Grünen-Politikerin. „Deswegen geht es nicht um einzelne Personen.“ Schmid werde „an führender Stelle weiter wirken“, sagte Baerbock.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner