Mobilität

Umfrage zu Spritpreisen: Lassen die Deutschen das Auto jetzt häufiger stehen?

Eine neue Studie zeigt, dass die gestiegenen Kraftstoffkosten infolge des Iran-Krieges das Mobilitätsverhalten in Deutschland verändern. Vor allem jüngere Menschen reagieren.

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Viele erleben Inflation besonders heftig an der Tankstelle.

Viele erleben Inflation besonders heftig an der Tankstelle.

© IMAGO/Rene Traut

Fast ein Drittel der Autofahrer in Deutschland lässt das Fahrzeug wegen der hohen Spritpreise infolge des Iran-Krieges häufiger stehen. Das geht aus dem regelmäßig erhobenen „Liquiditätsbarometer“ der Teambank hervor, einem Institut der genossenschaftlichen Bankengruppe. Bei den unter 30-Jährigen liegt der Anteil mit 35 Prozent noch höher.

Für die Untersuchung hat das Marktforschungsinstitut YouGov mehr als 3000 Personen repräsentativ befragt. 41 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass ihre frei verfügbaren Mittel nach Abzug von Fixkosten wie Miete und Strom in den vergangenen zwölf Monaten zurückgegangen seien.

Spritpreise sind für viele Menschen der Gradmesser ihrer persönlichen Inflation – und dieser Gradmesser schlägt gerade aus“, sagte Teambank-Chef Christian Polenz.

Mehrwertsteuersenkung als bevorzugte Maßnahme

Auf die Frage, wo sie am ehesten bereit wären, ihre monatlichen Ausgaben um 100 Euro zu kürzen, nannte jeder fünfte Befragte den Bereich Auto, Kraftstoff und Kfz-Versicherung. In der Gruppe der über 50-Jährigen ist die Sparbereitschaft in diesem Bereich seit September 2025 um sechs Prozentpunkte gestiegen – laut Teambank der stärkste Anstieg über alle Altersgruppen hinweg.

Als politische Gegenmaßnahme wünschen sich viele Befragte eine Senkung der Mehrwertsteuer: 47 Prozent verbinden damit eine spürbare Verbesserung ihrer finanziellen Lage. 32 Prozent sprechen sich für eine Spritpreisbremse aus.

Der seit Mai geltende Tankrabatt hat den Inflationsschub in Deutschland gedämpft. Die Verbraucherpreise lagen im Mai um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach 2,9 Prozent im April. Für Energieprodukte mussten Verbraucher im Mai 6,6 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berechnet hat. Im April hatten die Energiepreise noch um 10,1 Prozent zugelegt.

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Die staatliche Entlastung läuft jedoch bald aus: Die seit dem 1. Mai geltende Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter endet zum 30. Juni.

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