Im kommenden Jahr ist der Umbau des Autobahndreiecks Funkturm im Berliner Westen geplant. Wie Entwicklungsstadt Berlin berichtete, soll die veraltete Infrastruktur modernisiert und der Verkehr effizienter gestaltet werden, da das Bauwerk nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht. Eine Erneuerung ist laut der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) dringend erforderlich, da die 25 Brücken der Anlage inzwischen als marode gelten.
Ein Bereich, der durch diese Bauvorhaben besonders betroffen sein könnte, ist die historische Avus-Tribüne. Hier plant der Berliner Senat in Kooperation mit der Messe Berlin die Errichtung einer Logistikfläche. Die Pläne stoßen allerdings auf Widerstand von Denkmalschützern und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Zukunft der Avus-Tribüne noch ungewiss
Der Architekt Christoph Janiesch hat gemeinsam mit dem Tribünen-Eigentümer Hamid Djadda eine alternative Planung vorgelegt. Diese sieht vor, den Verkehrsraum unter die Erde zu legen, um die Fläche darüber für vielfältige Nutzungen wie Ausstellungen, Wohnen und Büros zu öffnen. Dies würde das historische Panorama bewahren und eine Umnutzung der Fläche ermöglichen. Janiesch kritisiert: „Die aktuellen Pläne der Deges trennen die Fläche und beeinträchtigen die Nutzung.“
Die Zukunft der Avus-Tribüne bleibt ungewiss. Der Berliner Senat und die Messe Berlin planen weiterhin den Ankauf der Fläche vom Bund. Doch bislang gehört das Gelände noch nicht der Stadt, sodass abschließende Entscheidungen noch ausstehen.
Quelle: Entwicklungsstadt Berlin
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