Der Hintergrund: Die klassischen Einweg-Plastiktüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern sind ab dem 1. Januar 2022 verboten. Ausgenommen von der Verbotsregelung sind jedoch dünne Einweg-Plastiktüten zum Einpacken von Obst und Gemüse, sogenannte Hemdchen- oder Knotenbeutel mit weniger als 15 Mikrometern Wandstärke. Diese Plastikbeutel werden in der Regel kostenlos in Supermärkten angeboten.
Pfand, Plastiktüten, Führerschein: Das ändert sich im Januar 2022
Ab 2022: Verbot der meisten Plastiktüten
Umwelthilfe beklagt „sinnlose Ressourcenverschwendung“
„Einwegtüten stehen wie kaum ein anderes Produkt für sinnlose Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung“, sagte die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Deutschland habe hier dringenden Nachholbedarf. „Bereits 61 Länder haben die umweltschädlichen Einweg-Plastiktüten abgeschafft“, sagte sie. Wiederverwendbare Mehrwegnetze für etwa Obst, Gemüse und Backwaren könnten hingegen hundertfach wiedereingesetzt werden.
Vom Umstieg auf Einweg-Papiertüten zur Verpackung von Obst und Gemüse riet der Verband ab. Zwar seien Papiertüten im Gegensatz zu Plastiktüten biologisch abbaubar und hätten somit einen großen Vorteil. Aber auch deren Herstellung verbrauche viel Wasser, Energie und Chemikalien.
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