Krieg

UN: Ukrainische und russische Kriegsgefangene wurden gefoltert

UN-Menschenrechtsexperten kommen zu dem Schluss, dass sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite Gefangene misshandelt wurden.

Team News dpa
1 Min
Ein ukrainischer Kämpfer aus dem Stahlwerk Azowstal wird von einem russischen Soldaten abgetastet.

Ein ukrainischer Kämpfer aus dem Stahlwerk Azowstal wird von einem russischen Soldaten abgetastet.

© dpa/Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums

In der Ukraine sind Kriegsgefangene nach Erkenntnissen von UN-Menschenrechtsexperten sowohl auf russischer als auch auf ukrainischer Seite misshandelt und gefoltert worden. Das berichtete die Leiterin der UN-Menschenrechtsdelegation in der Ukraine, Matilda Bogner, am Dienstag via Videolink aus Kiew nach Genf.

Demnach hat nur die ukrainische Seite den Expertinnen und Experten gemäß internationalem Recht Zugang zu gefangen genommenen Soldaten gewährt. Mit ukrainischen Gefangenen hätten die Experten nach ihrer Freilassung aus russischem Gewahrsam gesprochen. Die Delegation beruft sich auf detaillierte Angaben der Gefangenen.

Die Delegation habe in den vergangenen Monaten insgesamt 159 Kriegsgefangene gesprochen, die von Russland oder mit Russland verbundenen Konfliktparteien festgehalten wurden, unter ihnen 20 Frauen. In ukrainischer Kriegsgefangenschaft sprach das Expertenteam mit 175 Männern.

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