In Ottessa Moshfeghs Kultroman „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ beschließt die namenlose Protagonistin, sich ein Jahr lang mitten in Manhattan der Welt zu entziehen. Dank eines Medikamentencocktails schläft sie mehr oder weniger durch – eine kompromisslose Verweigerung gegenüber den Zwängen der Gesellschaft, dem Konsumterror, dem Schönheitswahn und den toxischen Beziehungen ihrer Umwelt.
Wer in diesen Tagen auf die Laufstege der Modewochen blickt, fühlt sich unweigerlich an Moshfeghs Heldin erinnert. Bei der jüngsten Prada-Show etwa schritten die Models mit stark zerzausten, nahezu verfilzten Haaren über den Laufsteg, was eine Ahnung davon hervorrief, wie es aussieht, wenn man sich ein Jahr lang nicht die Haare bürstet.
Modephänomen
Lassen Sie sich gehen! Warum es nun angesagt ist, ungepflegt auszusehen
Der neue Undone Look verabschiedet sich vom KI-Perfektionismus: Warum verfilzte Haare und Knitterfalten jetzt Befreiung sind.
4 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Radikaler Gegenentwurf zur Makellosigkeit: der Undone Look auf dem Runway der Prada-Show.
© IMAGO/Agence / Bestimage
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*