Der Sound von Berlin – das ist nicht bloß S-Bahn-Tuten, Philharmoniker und Berghain. Nein, in Berlin musiziert auch eine florierende Szene für Neue Musik. Neu im Sinne von wirklich neu. Leute, die etwa mit Akkordeon, Fagott und Elektronik crazy Klänge erschaffen. Hören kann man bei „Unerhörte Musik“, Deutschlands erster wöchentlicher Reihe für Neue Musik, solch aufregende Experimente jeden Dienstag im Kreuzberger BKA-Theater. Klingt nach verkopften Hochkultur-Snobs? Ganz und gar nicht. Sogar frisch gezapftes Bier darf man in den Saal mit reinnehmen, wo gibt’s das sonst schon in Berlin?
Herr Rubbert, Herr Daske, als Sie 1989 „Unerhörte Musik“, Ihre Reihe gegründet haben – stand da eigentlich die Mauer noch?
RAINER RUBBERT: Ja, gerade noch.
MARTIN DASKA: Wir haben im Februar angefangen, und am 9. November fiel die Mauer. Wir hatten also gerade begonnen und, ich glaube, sogar schon eine Sommerpause hinter uns.
Musik
Unerhörte Musik im Interview: „30-jähriges Beethoven-Verbot, um Luft für Zeitgenössisches zu schaffen“
Rainer Rubbert und Martin Daske veranstalten seit 1989 im BKA-Theater die Reihe „Unerhörte Musik“. Eine Berliner Erfolgsgeschichte. Das Interview.
9 Min
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Rainer Rubbert (l.) und Martin Daske im Kreuzberger BKA-Theater
© Benjamin Pritzkuleit/Berliner Zeitung
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