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Raser-Unfall auf dem Tauentzien in Charlottenburg: Eine Tote, mehrere Verletzte

Bei einem Unfall auf der Tauentzienstraße prallte ein BMW am Mittwochmorgen gegen eine Betonmauer. Eine Frau starb, zwei Menschen sind in Lebensgefahr. Das sagt die Polizei.

Christian Gehrke Team News
3 Min
Auf der Tauentzienstraße in Berlin-Charlottenburg ist am Mittwochmorgen ein Mensch bei einem Unfall gestorben.

Auf der Tauentzienstraße in Berlin-Charlottenburg ist am Mittwochmorgen ein Mensch bei einem Unfall gestorben.

© Morris Pudwell

Auf der Tauentzienstraße in Berlin-Charlottenburg ist es am Mittwochmorgen um 1.45 Uhr zu einem schweren Autounfall gekommen. Eine Frau, deren Identität laut Polizei noch nicht eindeutig geklärt ist, starb vor Ort. Eine 20-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 25 und 27 wurden schwer verletzt. Zwei von ihnen lebensgefährlich, wie die Feuerwehr auf X mitteilt. Eine der verletzten Menschen konnte sich zunächst selbstständig aus dem Auto befreien. Wer von den zwei Männer und den zwei Frauen den Wagen gefahren ist, war am Nachmittag noch unklar.   

Alle drei verletzten Insassen kamen in ein Krankenhaus. Zwei Polizisten mussten mit Rauchgasvergiftungen in einer Klinik behandelt werden. Insgesamt wurden fünf Ersthelfer leicht verletzt, sagte eine Polizeisprecherin. Nach Feuerwehrangaben waren 60 Rettungskräfte im Einsatz.

Die Polizei Berlin geht von einem „Alleinrennen“ aus. Das heißt, der Autofahrer raste ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs durch die Stadt. Dabei habe der Fahrer auf dem Tauentzien die Kontrolle über den BMW verloren und sei gegen die Betonmauer des Mittelstreifens gefahren. Das Fahrzeug geriet in Brand. Nach Informationen der Berliner Zeitung hatte der Wagen ein ukrainisches Kennzeichen.  Die Berliner Polizei wollte sich zur Herkunft des Autos und Herkunft der Unfallbeteiligten nicht äußern. Die Tauentzienstraße war am Mittwochmorgen noch bis 9 Uhr gesperrt, auch die BVG war betroffen.

Die Hauptstadt gilt bundesweit als ein Hotspot der Raserei. Ein besonders dramatischer Fall hatte im Februar 2016 für Schlagzeilen gesorgt. Damals war ein unbeteiligter Fahrer infolge eines illegalen Autorennens am Kurfürstendamm ums Leben gekommen. Der 69-Jährige starb noch in seinem Auto. Mit der strafrechtlichen Bewertung der sogenannten Kudamm-Raser hatte Berlin juristisches Neuland betreten. Einer von ihnen wurde wegen Mordes verurteilt, der Zweite wegen versuchten Mordes.

Schwerer Unfall in Charlottenburg: Polizei spricht von „Alleinrennen“

Seit Oktober 2017 sind verbotene Kraftfahrzeugrennen eine Straftat, zuvor wurden sie als Ordnungswidrigkeit geahndet. Seitdem kann schon die Teilnahme an solchen Rennen mit Haftstrafen geahndet werden. Vorher gab es nur Geldbußen. Zudem entschied der Bundesgerichtshof 2021, dass auch eine Fluchtfahrt vor der Polizei als verbotenes Kraftfahrzeugrennen gelten kann.

Die Linken-Fraktion im Abgeordnetenhaus forderte, den Kurfürstendamm für den Verkehr ruhiger zu machen und für den Schutz von Menschenleben zu sorgen. „Darunter verstehen wir: Erlass und Kontrolle von Tempo 30, Einrichtung eines geschützten Radwegs und langfristig weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen und begrünte Mittelinseln“, erklärte Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher.

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