Polizeieinsatz

Auto fährt in Mopeds in Brandenburg: Vier Menschen sterben bei schwerem Unfall

Bei Biesenthal sind vier Menschen gestorben. Ein Auto soll beim Überholen in Mopeds gefahren sein. Das ist bisher bekannt.

3 Min
Auf der L 200 kam es am Mittwochabend zu einem schweren Unfall.

Auf der L 200 kam es am Mittwochabend zu einem schweren Unfall.

© Thomas Preise

Auf der Landesstraße 200 bei Biesenthal im Landkreis Barnim sind am Mittwochabend vier Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall bei Biesenthal ereignete sich gegen 19.40 Uhr auf der Strecke in Richtung Wullwinkel.

Nach Angaben der Polizei soll ein Autofahrer beim Überholen mehrerer Fahrzeuge auf die Gegenfahrbahn gewechselt und dort drei entgegenkommende Kleinkrafträder erfasst haben. Drei Mopedfahrer und eine Mitfahrerin starben noch an der Unfallstelle.

Was auf der L 200 bei Biesenthal geschah

Gegen 19.40 Uhr gingen am Mittwoch die ersten Meldungen über den Verkehrsunfall ein. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei eilten zur Landesstraße 200 zwischen Biesenthal und Wullwinkel. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot aus.

Nach Darstellung der Polizei waren an dem Unglück mehrere Fahrzeuge beteiligt. Vier der Beteiligten konnten nicht mehr gerettet werden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren vier Kleinkrafträder von Biesenthal aus auf der Rüdnitzer Chaussee in Richtung Wullwinkel unterwegs.

Im Gegenverkehr näherte sich ein Auto. Der Fahrer soll vorgehabt haben, eine Reihe vorausfahrender Wagen zu überholen, und zog dafür auf die Gegenfahrbahn. Dabei krachte der Wagen in drei der vier entgegenkommenden Mopeds. Kurz darauf fing das Auto Feuer. Offenbar kam es zu einem Frontalzusammenstoß.

Vier Tote und ein Unverletzter: Die Opfer des Unfalls

Die drei Mopedfahrer und eine Mitfahrerin wurden bei dem Zusammenprall so schwer verletzt, dass sie noch am Unfallort starben, wie die Polizei mitteilte. Die Mitfahrerin saß als Sozius auf einem der Zweiräder.

Nur der Fahrer des vierten Mopeds entging dem Aufprall. Er konnte ausweichen und blieb unverletzt. Auch der Autofahrer wurde verletzt und kam in eine Klinik.

Zum Alter der Beteiligten machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Identifizierung der Toten dauere noch an, sagte ein Polizeisprecher der dpa kurz vor Mitternacht auf Nachfrage. „Informationen dazu wird es erst morgen früh geben.“

„Schwerer Einsatz“ für Feuerwehr und Rettungsdienst

Für die Einsatzkräfte war der Unfall eine außergewöhnliche Belastung. Es sei für alle ein besonders schwerer Einsatz gewesen, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle. Noch Stunden nach dem Unfall lag das ausgebrannte Auto auf dem Dach in einem Straßengraben neben der Landstraße. Abseits des Wracks habe das Feuer kaum Spuren hinterlassen.

Angehörige an der Unfallstelle, Seelsorger im Einsatz

Seelsorger und Teams der Einsatznachsorge betreuten Angehörige der Verstorbenen, die zum Teil selbst zur Unfallstelle gekommen waren. Auch die Helfer erhielten Unterstützung.

Für Rettung und Unfallaufnahme wurde die L 200 komplett gesperrt. Die Sperrung dauerte auch in der Nacht zum Donnerstag an. Ein unabhängiger Sachverständiger unterstützt die Unfallaufnahme, die nach Angaben der Polizei zunächst weiter andauerte.

Der Unfallort liegt im Landkreis Barnim, nordöstlich von Berlin. Zum Unfall bei Biesenthal waren zunächst zentrale Details offen. Nähere Informationen zur Identität und zum Alter der Opfer kündigte die Polizei für den Donnerstagmorgen an. Zuständig für die Ermittlungen ist die Polizeidirektion Ost.

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