Alexander Zverev hat in Flushing Meadows bewiesen, dass er zur absoluten Tennis-Weltspitze gehört, indem er den US-Amerikaner Ben Shelton in vier Sätzen niederkämpfte. Bundeskanzler Friedrich Merz verzichtete auf die Reise über den Atlantik, was sich für das deutsche Tennis als der wohl klügste Schachzug der laufenden Legislaturperiode herausstellte.
Man erinnert sich noch mit Schaudern an den Juli in Wimbledon, als Merz höchstpersönlich in der Royal Box Platz nahm, um bei Zverevs einziger Grand-Slam-Finalniederlage der Saison beizuwohnen. Die reale Gefahr bestand also durchaus wieder: Würde Merz sich zur Ablenkung von der aktuellen politischen Krise seiner Union wieder zu einem Sport-Finale mit deutscher Beteiligung wagen? Zum Glück tat er es nicht.
French Open: Alexander Zverev schreibt deutsche Tennisgeschichte
Der „Merz-Fluch“ ist real
Denn Sportveranstaltungen liegen dem Kanzler anscheinend noch weniger als die eigene Politik oder die eigene Partei, die ja derzeit Meuterpläne gegen ihn hinter verschlossenen Türen entwickelt, wie in diversen Medienberichten gemunkelt wird.
Der „Merz-Fluch“ ist mittlerweile mehr als ein bloßes Gerücht unter abergläubischen Sport-Fans. Die sportliche Bilanz des Kanzlers als Schlachtenbummler liest sich verheerend. Sein Ausflug nach London zum Champions-League-Finale 2024 im Wembley-Stadion war für seinen Herzensverein Borussia Dortmund ein Desaster, da der BVB trotz Merz-Präsenz glatt mit 0:2 gegen Real Madrid verlor.
Auch Zverevs Triumphe dieses Jahr bei den French Open und nun in New York haben eines gemeinsam: Friedrich Merz war nicht vor Ort. Nur in Wimbledon konnte Zverev die vermutlich wohlwollende, aber schlechte Aura des Bundeskanzlers nicht überwinden – auch wenn ein starker Gegner wie Jannik Sinner natürlich ebenfalls eine Rolle spielte.
Merz scheint eine Loser-Mentalität zu verströmen, die selbst die besttrainierten Athleten in die Knie zwingt. Dass er in der Vergangenheit zudem auffiel, indem er den deutschen WM-Versagern in den USA noch in einer zweifelhaften X-Botschaft bescheinigte, sie hätten das „Land begeistert“, lässt tief in sein Verständnis von Erfolg blicken.
Triumph in New York: Alexander Zverev feiert seinen US-Open-Sieg 2026. Ohne die Anwesenheit des Bundeskanzlers lief es für den Deutschen deutlich besser.
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Traditionsbruch des Malheur-Bringers
In Wimbledon brach Merz im Juli eine lange Tradition der Zurückhaltung. Weder Helmut Kohl noch Angela Merkel hielten es für nötig, zum Center Court zu jetten. Kohl schwänzte sogar das historische, rein deutsche Finale zwischen Becker und Stich, obwohl ein deutscher Sieg dort garantiert war.
Merz hingegen drängte sich auf die Bildfläche, um sich im Glanze eines möglichen Triumphs zu sonnen. Doch unter Merz siegen die deutschen Athleten eben nicht. Er ist der Malheur-Bringer, der zur Unzeit erscheint.
Keine Einsicht, sondern Regierungskrise
Man kann abschließend sagen, dass die neue Zurückhaltung des Kanzlers und die Nicht-Reise nach New York natürlich primär mit der aktuellen Situation in Deutschland zu tun haben. Es ist weniger die Einsicht in die eigene Pechsträhne als vielmehr die fatale Lage im politischen Berlin.
Nach einer katastrophalen Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt für die CDU und einer Partei, die ihren eigenen Kanzler am liebsten heute statt morgen loswerden möchte, ist Merz in der Hauptstadt gebunden. Der politische Überlebenskampf verhinderte den Transatlantikflug.
Zum großen Glück für Alexander Zverev, der so den ersten deutschen US-Open-Sieg seit Boris Becker 1989 einfahren konnte, ohne dass eine dunkle Wolke aus dem Kanzleramt die Sicht auf den Pokal versperrte.
Australian Open mit einem neuen Kanzler?
Die nächste Gelegenheit für ein sportliches Merz-Desaster bietet sich bereits im Januar bei den Australian Open. Zverev wird dort wieder als Topfavorit antreten. Die deutschen Tennis-Fans werden genau beobachten, ob der Kanzler eine Anreise prüft oder ob er sich im Sinne des Sports in Zurückhaltung übt.
Vielleicht ist Friedrich Merz bis dahin gar nicht mehr Bundeskanzler, was den Titelchancen für Alexander Zverev in Melbourne wahrscheinlich zugutekäme.
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