Kommentar

Unglücksbringer Merz: Kann Zverev vor den Augen des Kanzlers in Wimbledon siegen?

Der Bundeskanzler reist zum Finale nach London und bricht damit eine lange Tradition der Zurückhaltung. Tennis-Deutschland zittert vor dem „Merz-Fluch“.

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Bundeskanzler Friedrich Merz verfolgt das Herrenfinale von Wimbledon in der Royal Box.

Bundeskanzler Friedrich Merz verfolgt das Herrenfinale von Wimbledon in der Royal Box.

© Mike Egerton/PA Wire/dpa

Es ist ein historischer Moment, der sich auf dem heiligen Rasen von London anbahnt. Alexander Zverev hat geschafft, woran Generationen deutscher Tennisprofis gescheitert sind. Er steht im Finale von Wimbledon, dem Olymp des weißen Sports. Seit Boris Becker im Jahr 1995 gegen Pete Sampras unterlag, war kein Deutscher mehr so nah an der wichtigsten Trophäe der Tenniswelt.

Doch während Zverev sich auf das Match seines Lebens vorbereitet, nähert sich aus Berlin eine dunkle Wolke im Regierungsflieger. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist an. Nicht etwa zu einem Staatsbesuch bei den britischen Nachbarn, sondern um sich im Glanze eines möglichen Triumphs zu sonnen.

Dass ein Kanzlerbesuch auf der Tribüne bei sportlichen Großereignissen mit deutscher Beteiligung gründlich schiefgehen kann, hat Merz bereits selbst erlebt.

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