Potsdam

Universität Potsdam: Hasso-Plattner-Stiftung stellt Entwürfe für neuen Campus auf dem Brauhausberg vor

Die Stiftung des SAP-Mitgründers stellt erste Entwürfe für einen neuen Campus auf dem Brauhausberg vor. Potsdamer können sich in die Planung mit einbringen.

Kai Kleinwächter
Kai Kleinwächter
2 Min

Die Hasso Plattner Foundation hat am Donnerstagabend drei Gestaltungsvarianten für einen neuen Campus der Universität Potsdam auf dem Brauhausberg präsentiert. Das Berliner Planungsbüro Hilmer Sattler Architekten, das bereits die Garnisonkirche und das Museum Barberini entwarf, stellte die Konzepte vor. Rund 30 Demonstranten begleiteten die Veranstaltung mit Sprechchören wie „Nie wieder Plattner“.

Die Entwürfe unterscheiden sich vor allem in der Gebäudehöhe: Variante A sieht einen siebengeschossigen Zentralbau vor, Variante B maximal fünf und Variante C sechs Geschosse. Das denkmalgeschützte ehemalige Landtagsgebäude, in der DDR als „Kreml“ bekannt, soll in allen Varianten integriert werden. Geplant sind Studentenwohnheime, eine Bibliothek, Mensa und Hörsäle. In der DDR beherbergte das weithin sichtbare Gebäude die SED-Bezirks- und Kreisleitung.

Die jetzigen Gebäude der Universität am Standort Griebnitzsee werden nach bisherigen Planungen weitgehend vom Hasso-Plattner-Institut übernommen werden. Mit dessen Erweiterung soll in Potsdam einer der führenden KI-Forschungsstandorte entstehen.

Kritik an Einfluss von Hasso Plattner

Das Protestbündnis „Wir sind die Stadt!“ kritisierte die Stiftung als Steuersparmodell. Studierende bemängelten, Entscheidungen seien über ihre Köpfe hinweg getroffen worden.

Ein großer Streitpunkt ist die Verfügbarkeit von Studentenwohnungen. In den jetzigen Entwürfen sind bis zu 700 neue Wohnungen enthalten. Ebenfalls verspricht die Stiftung, dass das jetzige Studentenheim am Griebnitzsee weiterhin allen Studenten offenstehen und nicht nur solcher des Institutes. Ein verbindliches Dokument will die Stiftung aber nicht unterzeichnen.

Potsdamer sind aufgerufen, sich zu beteiligen

Herbert Heitmann, Sprecher der Stiftung, erklärte, das Projekt solle in „Rekordzeit“ umgesetzt werden. Es wäre ein Signal, dass Deutschland solche Vorhaben bewältigen könne. Ziel sei den Bebauungsplan 2027 fertigzustellen.

Laut Informationen des Tagesspiegels plant Potsdams Stadtplaner Erik Wolfram, dass sich Bürger bis Mai in die Planung des neuen Campus mit einbringen können und sollen. Auf der Seite mitgestalten.potsdam.de findet man die Details dazu. (mit dpa)

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