Harmsens Welt

„Unkaputtbar“ und „pfandtaschtisch“: Was einem alles in der Rübe hängenbleibt

Werbefritzen haben großen Einfluss auf die Alltagssprache. Mit originellen Sprüchen und Reimen könnte man aber auch ernsthafte Inhalte fördern. Eine Kolumne.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
4 Min
Dieser gut hundert Jahre alte Werbespruch aus Berlin hat sich bis heute in der Alltagssprache gehalten.

Dieser gut hundert Jahre alte Werbespruch aus Berlin hat sich bis heute in der Alltagssprache gehalten.

© OS Rundschau/Hermann Meyer & Co. AG

Neulich dachte ich, ich gucke nicht richtig. Ich las das Wort „pfandtaschtisch“ – ein Begriff dafür, dass die Pfandtaschen eines Lieferservice gut für die Umwelt seien. Ob dieser Wortschöpfung ein langes Leben beschieden sein wird wie etwa den Neologismen „unkaputtbar“ und „durchschnupfsicher“? Ich glaube nicht. Aber sie regte mich dazu an, wieder mal darüber nachzudenken, dass es nicht Sprachwissenschaftler und Ästheten sind, die unsere Sprache beeinflussen, sondern vor allem Werbefritzen.

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