Es ist ein sehr prominenter Ort für eine Baustelle. Vor der Staatsoper Unter den Linden und gegenüber ist das Pflaster aufgerissen. Die Absperrungen sind Vorboten für ein großes Projekt, das ab Herbst den Verkehr beeinträchtigen wird. Nicht mehr lange, dann werden dort Baugruben klaffen: erst vor der Staatsoper, dann vor der Neuen Wache.
Die gute Nachricht ist: Ab 2027 können wieder Doppeldeckerbusse die Prachtmeile in Mitte befahren. Doch damit das möglich ist, muss zuvor ein marodes Bauwerk, das sich im Untergrund verbirgt, verschwinden. Im Lindentunnel unterquerten einst Straßenbahnen den Boulevard. Jetzt wird der Abschnitt unter der Straße abgebrochen und verfüllt.
Die Senatsverkehrsverwaltung bestätigte, dass die Vorbereitungen bereits im Gange sind. Die derzeit sichtbaren Arbeiten finden im Auftrag des Fernwärmeversorgers Berliner Energie und Wärme statt, sagte Petra Nelken, Sprecherin von Senatorin Ute Bonde (CDU). Das Tunnel-Abbruchprojekt könnte im Oktober 2026 beginnen, kündigte sie an.
Straßenverkehr
Unter den Linden: Der vergessene Tunnel vor der Staatsoper wird abgerissen
Auf dem Boulevard in Mitte klaffen ab Herbst Baugruben. Der marode Bau darunter trägt keine schweren Lasten mehr. Für Autos wird es eng. Dafür kehren Doppeldecker 2027 auf die Linie 100 zurück.
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Die neue Baustelle vor der Staatsoper Unter den Linden in Mitte. Kaum jemand weiß, dass sich hier der Lindentunnel verbirgt.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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