Unternehmen aus sechs Ländern beteiligen sich an der Marzahner Frühjahrsmesse

Die Veranstalter hoffen auf 100 000 Besucher

Mathias Raabe
2 Min

Von der Resonanz ist selbst Hans-Joachim Finke überrascht: Exakt 407 Unternehmen aus sechs Ländern haben sich für die "Marzahner Frühjahrsmesse" angemeldet, die am Sonnabend auf dem Freigelände an der Köpenicker Straße in Biesdorf-Süd eröffnet wird. "Für eine Messe, die erstmals stattfindet, sind das phantastische Zahlen", sagt Finke. Er ist Geschäftsführer der Messe Marketing GmbH (MMA), die das neuntägige Großereignis organisiert. Hoch sind auch die Erwartungen an die Besucherzahlen. "Wir rechnen mit mehr als 100 000 Gästen", zeigt sich Finke optimistisch. Die können nun mit dem Auto kommen. Nach Verhandlungen mit dem Senat durften in dem Trinkwasserschutzgebiet etwa 2 000 Stellplätze angelegt werden. Schwerpunkt BauenDie Messe-Besucher sollen auf dem 60 000 Quadratmeter großen Areal nahe dem U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz eine Mischung aus Gewerbeschau, Konsumgütermesse und Volksfest vorfinden. Präsentiert und verkauft werden auf der Produktshow Bekleidung, Kosmetik, Schmuck, Nahrungsmittel, Weine, Unterhaltungselektronik und Computer. Einen Schwerpunkt der Messe bildet laut Finke der Bereich Bauen, Wohnen, Garten. Allein dafür sind fünf der 14 riesigen Zelthallen reserviert. Die Angebotspalette reicht hier vom Fertighaus über Spezialwerkzeuge und Gartengeräte bis hin zur Sicherheitstechnik.Trotzdem soll die Messe mehr als eine reine Verkaufsveranstaltung werden. "Wir wollen zugleich Firmen des Mittelstandes die Chance bieten, untereinander neue Kontakte zu knüpfen", sagt Finke. Im Bezirksamt wird die Messe als Chance gesehen, den Neubaubezirk, der in diesem Jahr 20 Jahre alt wurde, bekannter zu machen. So beteiligen sich Dutzende Firmen aus Marzahn an der Messe, die alljährlich im Bezirk stattfindenden Wirtschaftstage wurden integriert.Bei der Standortwahl war für den MMA-Geschäftsführer sowohl die unmittelbare Nähe zum Brandenburger Umland ausschlaggebend als auch der Fakt, daß es in der Ostregion bislang keine spezielle Messe gab. Auch wegen des Unterhaltungsangebotes Hunderte Schausteller, Modenschauen, Musik auf drei Bühnen und viel Gastronomie glaubt Finke an den Erfolg der Messe. Ein Pendant ist bereits für den Herbst geplant. Im kommenden Jahr soll die Zweitauflage folgen.Danach muß sich die MMA allerdings einen neuen Standort suchen. Denn des Gelände an der Köpenikker Straße ist für den Wohnungsbau vorgesehen. Der Bezirk habe deshalb bereits ein paar Ausweichflächen im Blick, sagt Regina Erdmann, Chefin der Marzahner Wirtschaftsförderung.

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