Die Unwetter mit starkem Regen und stürmischem Wind haben am Freitag in Berlin und Brandenburg zahlreiche Feuerwehr- und Polizeieinsätze ausgelöst. In Luckenwalde im Landkreis Teltow-Fläming kam eine 44 Jahre alte Frau ums Leben.
Nach Angaben der Regionalleitstelle Brandenburg stürzte der Ast einer Eiche auf das fahrende Auto. Die 44-jährige Beifahrerin wurde durch den Einschlag schwer verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte befreiten sie aus dem Wagen, konnten ihr Leben jedoch nicht retten. Der 56 Jahre alte Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Auch in Rietz-Neuendorf im Landkreis Oder-Spree fiel ein Baum auf ein Auto. Der Fahrer konnte leicht verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden.
In weiten Teilen Brandenburgs mussten die Einsatzkräfte wegen abgebrochener Äste und umgestürzter Bäume ausrücken. In den meisten Fällen blieb es nach bisherigen Angaben bei Sachschäden.
Unwetter legte Bahnstrecken bei Cottbus lahm
Besonders betroffen war auch der Bahnverkehr in der Lausitz. Mehrere Strecken zwischen Cottbus und Sachsen mussten am Freitagabend gesperrt werden. Bäume waren auf die Verbindungen Cottbus–Görlitz und Cottbus–Großenhain gestürzt.
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Nach dem Unwetter am Freitag zeigt sich das ganze Ausmaß der Zerstörung
Auf der Strecke Cottbus–Görlitz lag bei Bagenz im Landkreis Spree-Neiße ein Baum auf den Gleisen. Ein Triebwagen der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG) musste abrupt anhalten. Nach Angaben einer ODEG-Mitarbeiterin wurde das Fahrzeug beschädigt. Verletzt wurde niemand.
Die Fahrgäste mussten den Zug verlassen und sollten mit einem Ersatzbus weiterbefördert werden. Doch auch diese Fahrt verlief nicht ohne Probleme.
Ersatzbus bleibt bei Weißwasser im Wald stecken
Nach Angaben eines dpa-Reporters fuhr sich der eingesetzte Gelenkbus am späten Freitagabend in einem Wald bei Weißwasser fest. Beim Rückwärtsrangieren geriet das Fahrzeug von der Fahrbahn und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Die betroffenen Reisenden wurden schließlich gegen 23 Uhr von einem Großraumtaxi abgeholt. Sie erreichten ihre Ziele mit mehreren Stunden Verspätung.
Auch auf der Bahnstrecke Cottbus–Großenhain war bei Drebkau im Landkreis Spree-Neiße ein Baum auf die Gleise gefallen. Die Deutsche Bahn setzte die Räumarbeiten dort ebenso wie auf der Verbindung nach Görlitz am Samstag fort.
Bahnstrecken am Sonntag wieder freigegeben
Am 6. September meldete die Deutsche Bahn die Beseitigung der Unwetterschäden. Die Bäume und Äste auf der Strecke Cottbus–Großenhain sowie im Bereich Bagenz seien weggeräumt worden, teilte eine Bahnsprecherin mit.
Damit können die Züge auf den zuvor gesperrten Strecken wieder fahren. Auch auf der Verbindung zwischen Cottbus und Görlitz wurde der Zugverkehr aufgenommen.
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Vollständig ohne Einschränkungen läuft der Bahnverkehr allerdings noch nicht. Auf dem Abschnitt Weißwasser–Horka–Görlitz besteht weiterhin Schienenersatzverkehr mit Bussen. Grund dafür sind planmäßige Bauarbeiten und nicht mehr die Folgen des Unwetters. Fahrgäste müssen dort mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen.
Während die unwetterbedingten Streckensperrungen in der Lausitz inzwischen aufgehoben sind, müssen Reisende wegen der laufenden Bauarbeiten zwischen Weißwasser und Görlitz weiterhin mehr Zeit einplanen.
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